Killerspiel-Debatte geht in die zweite Runde: Cryteks Gründer Cevat Yerli droht erneut, Deutschland zu verlassen

 
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Die Crytek GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die unter anderem für Grafikmeilensteine, wie Far Cry, Crysis und den im Juni angekündigten Nachfolger Crysis 2 verantwortlich ist, droht erneut, im Falle eines Killerspielverbots aus deutschen Landen abzuwandern. Somit geht die berühmt, berüchtigte Killerspiel-Debatte in eine weitere Runde mit unklarem Ausgang. Diesmal betonte Cryteks CEO Cevat Yerli gegenüber der PC Games, folgende Stellungnahme:

„Ein Verbot von Action-Spielen in Deutschland ist besorgniserregend, weil das bedeutet, dass wir als Spieleentwickler hier nicht arbeiten können. Wenn die Kreativschaffenden in Deutschland sich nicht an einem der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Kulturmedien beteiligen können, heißt das nichts anderes, als dass wir gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern.“
„Es besteht die Gefahr, dass die deutschen Talente wegen der aktuellen politischen Diskussion ihres gebührenden Platzes in der internationalen Spieleentwicklerlandschaft beraubt werden. Gleichzeitig würden den deutschen Konsumenten Werke der Unterhaltungskultur vorenthalten, die überall in der Welt als unbedenklich und unterhaltsam angesehen werden“.

Ob eine Drohung wirksamer wird, wenn man sie nur oft genug wiederholt, ist sicherlich ein streitbarer Punkt. Jedoch appelliert Crytek auf diese Art und Weise zum mittlerweile zweiten Male, sich näher und intensiver mit dem Genre: Action-Spiele zu befassen und daraufhin eine sinnvolle Entscheidung zu fällen, die den Spieleentwicklern mit Sitz in Deutschland ausreichend Freiräume für zukünftige Entwicklungen garantiert. Mit der Aktion eines Protestschreibens von PCGames mit dem Titel „Ich wähle keine Spielekiller“ ist die Intention vorhanden, als Computerspieler aktiv ein Wort mitzureden. Diese Aktion ist neben den Computerspielern für die Allgemeinheit geeignet, die sich für die vorurteilsbehaftete Diskriminierung von Video- und Computerspielern wehren wollen und für die Stärkung eines wirksamen Jugendschutz aktiv eintreten. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen und einen Akzent gegen ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" setzen.

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Kategorie: Wirtschaft/Politik
Kommentare: 12
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