US-Militär verbietet Soldaten mobile Speicher wegen Wikileaks

Um weiteren Datendiebstahl von Militärcomputern zu verhindern hat das US-Militär den Soldaten verboten mobile Datenspeicher im Dienst zu nutzen.

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In einer kürzlich erlassenen Anweisung weist Generalmajor Richard Webber, Oberkommandeur der Air Force Network Operations, Luftwaffenangehörige an, ab sofort keine transportablen Speichermedien an Computer zu nutzen, die zum Secret Internet Protocol Router Network (SIPRNet) gehören. Gleiche Befehle wurden auch in anderen Abteilungen des US-Militärs erlassen.

Der Geheimdienstanalyst, der aktuell unter Verdacht steht Wikileaks die geheimen Dokumente aus dem Irak, Afghanistan sowie die des US-Außenministeriums zugespielt zu haben, soll die Daten von SIPRNet-Computern heruntergeladen und auf eine CD gebrannt haben, die er als Musik Album der Sängerin Lady Gaga ausgab.

Dieser Schritt, so befürchten Computerexperten des Militärs, soll die Arbeit zukünftig schwieriger machen. Eine anonyme Quelle vertraute dem Wired-Magazin an, dass als geheim eingestufte Computer oft nicht oder nur mit sehr langsamen Verbindungen vernetzt sind, deshalb wurden Daten gerne per USB-Stick von solchen Computern auf andere transferiert.

Allerdings ist das nicht die erste Maßnahme die das US-Militär wegen Wikileaks ergreift. Bereits im September hatte die Defense Advanced Projects Agency (Darpa) die Entwicklung einer Überwachungstechnik in Auftrag gegeben. Dadurch soll erkannt werden wenn von einem geheimen Computer unrechtmäßig Dokumente heruntergeladen werden. Dabei soll die Technik nicht alle Nutzer überwachen, sondern ungewöhnliches Verhalten an solchen Computern erkennen.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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