AMD gibt Quartalsergebnisse bekannt

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Der US-amerikanischer Chiphersteller AMD hat im zweiten Quartal 2011 fünf Prozent weniger Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum.

Die Einnahmen gingen auf 1,57 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1,09 Milliarden Euro) zurück. Trotzdem erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 61 Millionen Dollar (Vorjahr: 42,3 Millionen Euro) oder 0,08 Dollar je Aktie. Im zweiten Quartal 2010 wies die Bilanz noch einen Verlust von 43 Millionen Dollar (Vorjahr: 29,8 Millionen Euro) aus.

Am Aktienmarkt kamen Quartalsbericht und der Ausblick des zweitgrößten Chipherstellers nach dem Branchenprimus Intel gut an. Hinsichtlich der Produktneueinführungen für das dritte und vierte Quartal sei die Prognose von AMD sehr stark, äußerte Evercore-Analyst Patrick Wang. Das Management des Konzerns sei ziemlich zuversichtlich.
Der Geschäftsbereich Computing Solutions steuerte wie schon im Vorjahresquartal 1,2 Milliarden Dollar zum Konzernergebnis bei. Ein Umsatzrückgang bei Desktop- und Server-CPUs habe ein Wachstum bei Mobilprozessoren aufgehoben. Der mit Prozessoren (CPUs) erzielte operative Gewinn stieg leicht um 11 Prozent auf 142 Millionen Dollar an.

Die Grafiksparte, welche ehemals auf ATI getauft war, schloss das Quartal mit einem operativen Verlust von sieben Millionen Dollar ab. Die Einnahmen lagen jedoch bei 367 Millionen Dollar. Das entspricht einem Minus von 17 Prozent gegenüber den Vorjahresergebnissen. Der Grund dafür waren zufolge Unternehmensangaben allgemein sinkende Verkaufszahlen.
Im noch laufenden dritten Fiskalquartal rechnet AMD mit einem Umsatzwachstum zwischen 8 und 12 Prozent gegenüber dem zweiten Vierteljahr. Das würde dementsprechend Einnahmen von bis zu 1,76 Milliarden Dollar entsprechen. Im dritten Quartal 2010 belief sich der Umsatz auf 1,62 Milliarden Dollar.
Der CFO und „Interims“-CEO Thomas Seifert schätzt, dass AMD durch seine Fusion-APUs (Accelerated Processing Unit), die auf dem Prozessor über eine integrierte Grafikeinheit verfügen, seine bisherige Präsenz im Notebook-Markt langfristig stärken kann. Das werde laut Aussagen Seiferts zu deutlich höheren Durchschnittspreisen und einer höheren Bruttomarge sowie letztendlich größeren Marktanteilen in der zweiten Jahreshälfte führen. Des Weiteren verspricht er sich weitere Impulse durch die Einführung neuer Server-CPUs, die auf dem Bulldozer-Core basieren und im dritten Quartal erhältlich sein sollen.

Eine weitere momentane Baustelle bei AMD ist die Suche nach einem neuen CEO. Die Suche nach geeigneten Kandidaten gehe weiter und sei nach wie vor eine Top-Priorität. Im Januar hatte AMD-CEO Dirk Meyer überraschend seinen Hut genommen. Ein Wechsel an der Spitze sei notwendig, um die Geschäftsentwicklung zu beschleunigen, hatte AMD diesen Schritt begründet. Seifert bekleidet seit dem Rücktritt von Dirk Meyer im Januar die Position. Die neuen Kandidaten sollen laut Seifert allesamt vielversprechend sein.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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