AMD schreibt wieder rote Zahlen

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Das US-Unternehmen AMD ist erneut in die roten Zahlen gerutscht. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2011 konnte für keine Überraschungen sorgen und liegt unter den Prognosen der Analysten.

Im vierten Quartal 2011 konnte AMD trotz des Weihnachtsgeschäfts den Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal nicht steigern. Der Umsatz stagnierte bei 1,69 Milliarden US-Dollar. Analysten gingen dagegen von einem Umsatz von 1,72 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2011 aus. Dies trägt zum Gesamtverlust von 177 Millionen US-Dollar bei, der allerdings auch durch Abschreibungen bei Globalfoundries und der von AMD durchgeführten Entlassungswelle zustande kommt.

Obwohl der Geschäftsbericht 2011 nicht gerade positiv ausgefallen ist, ist AMD in seinem Kerngeschäft recht gut aufgestellt und konnte einen Anstieg der Gewinnspanne von 46 Prozent verbuchen. Das Prozessor- und Chipsatzgeschäft trägt dazu insgesamt 165 Millionen US-Dollar bei. Die APUs im Mobil-Sektor konnten mit einem Absatz von 30 Millionen Einheiten ebenso überzeugen wie die Bulldozer-Server-Prozessoren in deren Bereich der Umsatz sogar zweistellig gewachsen ist.

Sorgen macht dagegen weiterhin die Grafik-Sparte von AMD. Die Preise sind zwar generell am Steigen, aber gleichzeitig werden im Mobil-Segment wichtige Marktanteile verloren, die durch die erhöhten Absätze bei Konsolen-Chips nicht abgefedert werden können. Dies verursacht einen Umsatzrückgang zwischen fünf und zehn Prozent. AMDs Hoffnungen für das Grafik-Segment konzentrieren sich derzeit auf die neuen Grafikchips, deren Vorstellung im Dezember 2011 begann. Seit dem 9. Januar 2012 ist das Flaggschiff der neuen Serie "Radeon HD 7970" im Handel.

AMDs Prognosen für das erste Quartal 2012 beinhalten den üblichen, saisonalen Umsatzrückgang. Taxiert wird der Umsatzrückgang mit fünf bis elf Prozent.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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