Taipeh – Strafe für Google

Die von der Stadtregierung Taipeh eingeführte Umtauschfrist von sieben Kalendertagen für Apps hat für Google nun erste finanzielle Konsequenzen.

Auch wenn die finanziellen Konsequenzen für Google in einem sehr überschaubaren Rahmen liegen, hat die zuständige Rechts- und Regulierungskommission bereits 20 Tage nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung ein Bußgeld in Höhe von einer Millionen Taiwan-Dollar verhängt, das entspricht umgerechnet rund 26.000 Euro. Demnach hat Google den Android Market nicht an die eingeführte Umtauschfrist angepasst, sondern im lokalen Android Market die Kauffunktion abgeschaltet. Seitdem können nur noch kostenfreie Anwendungen heruntergeladen werden. Zudem zeigte sich Google in den Gesprächen nur wenig kooperativ.

Den von Google eingelegten Widerspruch hat das Wirtschaftsministerium nun für ungültig erklärt, womit der Suchmaschinenriese das Bußgeld nun zahlen muss. Weiter erhält man den Druck gegenüber Google aufrecht und ermahnt weiter, die taiwanischen Gesetze sowie Rechte der Verbraucher zu respektieren. Eine Reaktion von Google steht noch aus.

Der Konkurrent Apple hatte im Vergleich schnell auf die geänderte Gesetzeslage reagiert. Mitte Juli wurde der taiwanische App Store und dessen Geschäftsbedingungen an die neuen Verbraucherschutzbestimmungen angepasst.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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