Jedes zweite deutsche Unternehmen setzt auf soziale Medien

Jedes zweite deutsche Unternehmen setzt auf soziale Medien.

Rund die Hälfte aller deutschen Unternehmen verwendet, laut einer gestern vom BITKOM vorgestellten Studie, gezielt soziale Webseiten für Werbung, Kundenbetreuung und Imagesteigerung.
Dabei sind die Unterschiede in der Verbreitung zwischen den Branchen laut der Studie recht groß: Die Industrie hat mit lediglich 34 Prozent der Unternehmen das Nachsehen, während der Handel mit 52 Prozent die Spitze darstellt. Bis zum Ende des Jahres wird ein Anstieg von derzeit 47 auf rund 60 Prozent erwartet.
Führend sind dabei soziale Netzwerke; rund 68 Prozent aller im Internet vertretenen deutschen Unternehmen präsentieren sich in sozialen Netzwerken aufgrund der großen Nutzerzahl und der sich daraus ergebenden Reichweite für die Nachrichten des Unternehmens. Aber auch Blogs sind mit 36 Prozent wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur von am Internet partizipierenden Unternehmen geworden. Weiter spielen auch Plattformen wie Youtube und ähnliche Dienste zum Verbreiten von Videos, Filmen und Fotos insbesondere für große Unternehmen eine wichtige Rolle.


Rund 15 Prozent planen in naher Zukunft soziale Medien zu verwenden, 38 Prozent lehnen dagegen den Einsatz ab. Gründe für letzteres seien Skepsis am Datenschutz und damit Konflikte mit der gewünschten Unternehmenskultur sowie potenziell schlechte Erreichbarkeit von Zielgruppen. Nur 14 Prozent der ablehnenden Unternehmen gaben an aus finanziellen Gründen nicht partizipieren zu wollen.


Aus diesen Ergebnissen lassen sich laut Professor Kempf, Präsident des BITKOM drei Phasen des Einsatzes von sozialen Medien erarbeiten:
Während zu Beginn des Einsatzes noch schlechte Koordination und das Sammeln von Erfahrungen mit den Regeln in der neuen Medienstruktur vorherrschten haben die meisten Unternehmen mittlerweile genügend Erfahrungen gesammelt, um die sozialen Medien in ihr Unternehmen zu integrieren. Die Verwendung als verlängerter Arm der PR- und Kommunikationsabteilungen stehe nun im Vordergrund, was insbesondere bei größeren Unternehmen die Bereitschaft für den Einsatz umfangreicherer Ressourcen stärkt.
Als Ziel dieser Bewegung sieht Kempf die Verschmelzung der sozialen Medien mit den schaffenden Abteilungen der Unternehmen. Die Kunden würden dabei an der Schöpfung von Produkten beteiligt. Stichworte seien hier beispielsweise Crowd Sourcing oder ähnliches.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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