Iran untersagt Firmen Nutzung ausländischer Server

Einem Medienbericht zufolge hat die iranische Regierung Banken, Versicherungen und Telefongesellschaften des Landes die Nutzung ausländischer Anbieter von Internetdienstleistungen verboten.

Die Unternehmen dürfen demzufolge nur noch im Inland registrierte Provider nutzen, berichtete die iranische Wochenzeitung „Asr Ertebatat“. Ähnliche Regelungen sollen demnach auch für die öffentliche Verwaltung sowie Universitäten gelten.

Als Begründung für diese Entscheidung werden Sicherheitsbedenken gegenüber den über ausländische Server laufenden Datenströmen genannt. Nach offiziellen Angaben sollen bereits im Dezember alle Internetseiten der Regierung bei inländischen Providern registriert gewesen sein. Mit einer solchen Maßnahme könnte sich der Iran besser gegen Spionageangriffe von außen absichern, denn das Land wurde bereits mehrfach Opfer massiver Hackerangriffe. Im Jahr 2010 drang unter anderem der Computerwurm Stuxnet in Rechner des iranischen Atomprogramms ein und legte einen Teil der Zentrifugen zur Urananreicherung still. Dieser Angriff wurde damals den USA und Israel angelastet, beide Länder vermuteten hinter dem iranischen Atomprogramm das Streben nach einer Bombe.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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