Klarnamen-Zwang im chinesischen Netz

Chinas Regierung ist bereits weithin als großer Zensor des Netzes im eigenen Land bekannt, die Kommunistische Partei China hat ab vergangenen Freitag den Klarnamen-Zwang für alle im Land eingeführt.

Begründet wird dieser Schritt gegen die Anonymisierung im Internet damit, dass so persönliche Daten leichter zu schützen seien und Spam vermieden werden kann. Im Gesetz selbst heißt es, dass diese Regelung "der nationalen Sicherheit und dem öffentlichen Interesse" dient.
Praktisch wird die chinesische Regierung wohl eher gegen die diversen Aktivisten im Netz vorgehen, durch die auch Informationen über korrupte Funktionäre der Kommunistischen Partei an die Öffentlichkeit gelangten.
Zukünftig müssen sich alle in China bei Anbietern wie Twitter oder diversen Blogs mit vollem Namen registrieren und dieser wird dann für jeden lesbar sein. Damit führt die Regierung einen weiteren Schritt für die Netzzensur ein. Anbieter wie Facebook sind ohnehin nicht mehr aus China erreichbar und Suchergebnisse von Google oder Bing werden gefiltert.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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