Intel Core i7-5960X Haswell-E Prozessor

Mit der Macht der Acht!

Seite 9: Fazit

Da ist er also, der erste Achtkerner von Intel für den Consumer Bereich. Intel bleibt sich mit der neuen Haswell-E Plattform treu und liefert eine Plattform die komplett auf hohen Durchsatz optimiert wurde. Profitieren Anwendungen nicht von den vielen Kernen, muss man in Sachen Performance meist gegenüber dem Vorgänger oder den kleineren Modellen aus dem Performance Bereich zurückstecken. Gerade Spiele sind noch nicht für so viele Threads optimiert und so bleibt nach wie vor die Empfehlung Core i7-4770K.

Begibt man sich aber in optimierte Bereiche und setzt stark parallelisierte Anwendungen ein, führt eigentlich kein Weg mehr an den neuen Prozessoren vorbei. Hier kann man sich trotz geringerem Takt meist deutlich von den Vorgängern absetzen. Gerade Physik-Simulationen und Video- oder Bildbearbeitung kann man hier als Paradebeispiel anführen.

Wem die Single-Thread Performance zu niedrig ist und nicht allzu viel Wert auf die Garantie legt, hat mit dem Core i7-5960X noch einiges an Potential, dass man mittels übertakten offenlegen kann. Wir erreichten hier relativ einfach die Marke von 4,1 GHz auf alle Kernen unter Last. Natürlich steigt hier die Leistungsaufnahme unter Last deutlich an, in Sachen Performance ist man dann allerdings kaum noch zu stoppen. Insbesondere bei parallelisierten Anwendungen ist der Sprung dann fast so groß wie die beiden zusätzlichen Kerne. Der Weg für zukünftige Modelle mit höherem Takt dürfte also offen sein.

Weiterer großer Pluspunkt stellt der Bereich Leistungsaufnahme dar. Zwar wurde hier die TDP um 10 Watt angehoben, dies dringt aber nicht bis zur Steckdose durch. Mit um die 60 Watt im Leerlauf liegt man zwar noch ein gutes Stück vor den Performance Modellen, kann sich gegenüber dem Vorgänger aber um fast 20 Watt verbessern. Auch unter Vollast kann man diesen Vorsprung halten.

Nach inzwischen drei Jahren ist der neue Intel X99 Chipsatz ein längst überfälliger Schritt. Mit integriertem USB 3.0 und bis zu zehn Sata 6 Gbit/s Ports kann man hier deutlich zulegen und dürfte in Zukunft bei den Mainboards den ein oder anderen Zusatzchip ersetzen. Dies kommt natürlich auch wieder dem Bereich Leistungsaufnahme zugute. Mit der DDR4 Einführung ist man zudem für die Zukunft gerüstet um noch höhere Transferraten zu erreichen.

Alles in allem heißt es mal wieder „Klotzen statt Kleckern“. Mit den neuen Haswell-E Modellen kann Intel die hohen Erwartungen erfüllen und bietet mit dem Core i7-5960X im Mittel die neue Performancekrone.

Bezugsquellen: G.Skill, Gigabyte, Intel.
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