SteelSeries Rival 700

Eine Maus sie alle zu knechten

Seite 3: Praxiseinsatz, Erfahrungen und Auffälligkeiten

SteelSeries lässt den Griffstil relativ offen, so soll der Palm-Grip, Claw-Grip und Finger-Tip möglich sein. Die Maus ist recht groß und somit kann nicht jeder Nutzer seinen bevorzugten Griffstil anwenden. Für mittelgroße bis große Hände eignet sich auf jeden Fall der Palm-Grip. Diese Nutzergruppe wird vermutlich auch mit den anderen Griffarten keine Probleme bekommen. Kleine Hände haben aber bereits den Nachteil das ganze Spektrum der Tasten abzudecken, um zum Beispiel die Taste für den OLED Bildschirm zu erreichen. Diese wurde bewusst weiter nach unten versetzt, sodass diese nicht ausversehen berührt wird. Grundlegend ist die Formgebung der Maus aber sehr entgegen kommend für die alltägliche und spielegebundene Nutzung. Die Hand findet problemlos Platz und fügt sich schnell in das ergonomische Erscheinungsbild ein. Trotzdem muss erwähnt werden, dass die Rival 700 aufgrund ihrer Bauweise Linkshänder ausschließt. In diesem Fall kann dies aber nicht als Nachteil gesehen werden, da die Ergonomie im Kontext der Tastenanbringung wirklich durchdacht ist.


Die Oberflächenbeschaffenheit der Maus wurde für die Handballenauflage in zwei verschiedenen Formen gestaltet. Der Teil für die linke und rechte Maustaste bietet eine glatte Oberfläche, während der hintere Teil einen gummiartige Oberfläche vermittelt. Die Seiten wurden an den freien Stellen gummiert. Insgesamt trägt diese Aufteilung zu einem effektiven und nachhaltigen Gripgefühl bei, da einerseits schnell geklickt werden kann, andererseits der Handballen rutschfest auf der Maus liegt. Die Maus ist aber leider, wie auch ihre Geschwister, sehr für Fingerabdrücke anfällig.


Der OLED Bildschirm und der Vibrationsmotor sind prinzipiell nur in einem eingeschränkten Rahmen nutzbar. Die Voreinstellungen für Spiele wie CS:GO wurden dank der Zusammenarbeit mit Steam entwickelt und bieten vielfältige Auswahlmöglichkeiten. Ansonsten ist der Nutzer aber für etwaige Anpassungen gefragt. Es ist möglich von der SteelSeries Seite animierte Bilddateien herunterzuladen und auf der Maus anzeigen zu lassen. Das Display ist in den meisten Fällen gut ablesbar und bietet eine hohe Blickwinkelstabilität. Andererseits muss der Blick vom Monitor abgewandt werden, damit der OLED Screen betrachtet werden kann. Das haptische Feedback ist ein Feature, welches nicht vom Monitor ablenkt und auch tatsächlich so gestaltet worden ist, dass der Nutzer nicht im Eifer des Gefechts eine zu große Vibration spürt. Das Feedback bietet die Möglichkeit Abklingzeiten einzustellen, womit sofort die Einsatzbereitschaft der aufgeladenen Waffe untermauert wird. Im Gefecht mit dem Scharfschützengewehr, vor allem beim Zoomen, kann das haptische Feedback vor niedrigen Munitionsständen warnen. Der Motor ist so dezent eingestellt, dass er keinerlei Beeinträchtigung im aktiven Spielgeschehen mit sich bringt, was der wichtigste Aspekt, an diesem Feature ist.


Der PixArt PMW3360 löst mit 16.000 CPI auf, womit eine nahezu unmögliche Geschwindigkeit, zumindest im Praxisalltag gegeben ist. Über die Software können jedoch zwei Voreinstellungen zum Beispiel Alltag und Spielesession voreingestellt werden. Zu den erweiterten Features der Software gehören die deaktivierbare Mausbeschleunigung und Mauskorrektur, womit die Maus nochmals an Anpassungscharakter gewinnt, vor allem für eingefleischte Gamer. Grundlegend verrichtet der Sensor sehr präzise seine Arbeit und ist mit den meisten Oberflächen kompatibel. Etwas schwer tut sich der Sensor allerdings bei sehr glatten Oberflächen, wie zum Beispiel einem Glastisch.
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