be quiet! Silent Base 800 Window im Kurztest

Schallschutz Fenster

be quiet! Silent Base 800 Window im Kurztest

Nachdem der deutsche Hersteller be quiet!, der vor allem für besonders leise Kühler, Lüfter und Netzteile bekannt ist, mit dem Silent Base 800 (be quiet! Silent Base 800 im Test) den Gehäusemarkt betreten hat, wird nun eine Version mit Sichtfenster nachgeschoben. Ansonsten unterscheidet sich die Window-Edition nicht vom herkömmlichen Silent Base 800. Infolgedessen befassen wir uns mit der Window-Edition mit einem Kurztest. Der Midi-Tower kommt im ATX-Formfaktor daher und legt den Fokus auf eine geringe Geräuschkulisse in Verbindung mit einer guten Kühlleistung.


Die Herausforderung der Window-Edition besteht vor allem daraus, trotz großflächigem Fenster ein genauso geringes Geräuschniveau wie die Variante mit geschlossenem Seitenteil zu erreichen. Hierfür hat be quiet! ein besonderes Fenster konstruiert, welches deutlich von der Norm abweicht. Das Fenster im Silent Base 800 Window Gehäuse besteht aus kratzfestem Polycarbonat und ist aufwändig aufgebaut. Es handelt sich dabei um eine entkoppelte Doppelverglasung, die einen 9 Millimeter breiten Puffer zwischen beiden Scheiben besitzt. Dadurch sollen die Geräusche aus dem Innenraum bestmöglich isoliert werden.


Der Lieferumfang umfasst analog zum be quiet! Silent Base 800 Gehäuse ohne Fenster ein User Manual, sowie Befestigungsmaterialien. Die Standfüße des Gehäuses müssen eigenhändig angebracht werden und befinden sich natürlich ebenfalls in der Verpackung. Der Korpus des Gehäuses sowie die Seitenwände bestehen aus Stahl. Der Boden, die Front und der Deckel werden dagegen aus Kunststoff hergestellt. Im Leerzustand bringt das Silent Base 800 Window 9,3 kg auf die Waage und wiegt damit genauso viel wie die Fensterlose Version. Mit montierten Standfüßen betragen die Abmessungen des Silent Base 800 266 x 559 x 495 mm (B x H x T).


Technische Daten

be quiet! Silent Base 800
Abmessungen266 (B) x 559 (H) x 495 mm (T) (mit Standfüßen)
Gewicht9,3 kg
Mainboard-FormfaktorenATX, Micro-ATX, Mini-ITX
MaterialStahl, Hartplastik
Kabelraum hinter dem Mainboard-Tray20 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler170 mm (ohne Lüfter im Seitenteil)
max. Erweiterungskartenlänge290 mm ( 400 mm bei entferntem Festplattenkäfig)
Slots für Erweiterungskarten7
Frontanschlüsse2x USB 2.0
2x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
LüfterFront: 2x 140 mm m vorinstalliert
Rückwand: 1x 140 mm vorinstalliert
Deckel: 2x 120/140 mm optional
Boden: 1x 120/140 mm optional
Seitenteil: 1x 120 mm optional
Laufwerke3x 5,25 Zoll (extern)
7x 3,5 Zoll (intern)
4x 2,5 Zoll (intern)
BesonderheitenSchalldämmung
Fenster im Seitenteil
Preis149 Euro


Betrieb



Das be quiet! Silent Base 800 hinterlässt im Betrieb parallel zum normalen Silent Base 800 einen guten Eindruck. Der Lüfter am Heck ist standardmäßig mit einem Adapter versehen, der die Drehzahl von knapp 1500 U/min auf knapp 1100 U/min begrenzt. Dies kommt vor allem der Geräuschkulisse zu Gute. Ungeregelt ist der Hecklüfter nämlich deutlich hörbar.Die Lautstärke des Silent Base 800 Window ist sehr gering und eines Silent-Gehäuses angemessen. Besonders der nicht vorhandene Lautstärkeunterschied zur Fensterlosen Version zeigt, dass die aufwändige Konstruktion des Fensters Früchte trägt. Die Temperaturen können da nicht gänzlich mithalten. Die Differenz zwischen Umgebungstemperatur und Prozessortemperatur beträgt 28,5 K. Die Differenz zwischen Umgebungstemperatur und Grafikchip liegt bei 63 K. Im Vergleich zu unserem Test des be quiet! Silent Base 800 Gehäuse ohne Fenster fällt hier natürlich die gestiegene GPU-Temperatur auf. Dies liegt allerdings nicht an einer Verschlechterung der Kühlleistung, sondern an der Tatsache, dass wir unser Testsystem auf eine passive Grafikkarte umgerüstet haben. Lässt man den Hecklüfter voller Drehzahl arbeiten, verbessern sich die Temperaturen analog zum bisherigen Tests der Variante ohne Fenster um 2,5 K (CPU) sowie um 4 K (GPU).

Letztendlich lässt sich sagen, dass das Silent Base lediglich mit herunter geregeltem Hecklüfter als absolut leise bezeichnet werden kann. Trotz der gewissenhaften Dämmung sind die Temperaturen der Hardware im grünen Bereich. Die eingesparte Temperatur zwischen den zwei Modi des Hecklüfters ist unserer Meinung nach die erhöhte Lautstärke nicht unbedingt wert. Eine integrierte Lüftersteuerung wäre unserer Meinung nach vorteilhaft gewesen und hätte den mitgelieferten Adapter überflüssig gemacht.


Fazit

Auch das Silent Base 800 Window hinterlässt einen guten Eindruck. Die Hardfacts wie Verarbeitungsqualität und Design stimmen. Lobenswert finden wir, dass auf ein erfrischendes Design gesetzt wird anstatt sich hinter der gängigen Rechteckform zu verstecken. Die Features des Gehäuses stehen der Optik allerdings in nichts nach. Die modularen Festplattenkäfige, die Schalldämmung, die konsequente Entkopplung aller relevanten Komponenten, der Werkzeuglose Einbau der 3,5-/5,25-Zoll Laufwerke und der Erweiterungskarten, das Kabelmanagement sowie die gut erreichbaren Staubfilter fallen äußerst positiv auf. Die Lautstärke des Gehäuses wird dem Namen gerecht ohne dass die Kühlleistung groß darunter leidet. Dank der innovativen Bauart des Fensters ist kein Unterschied zwischen beiden Varianten des Silent Base 800 messbar.

Aufgefallen ist uns die fehlende Lüftersteuerung, die bei einem Silent-Gehäuse unserer Meinung nach immer noch dazu gehören sollte. Damit hätte man sich einerseits den Adapter sparen können und hätte andererseits die Möglichkeit gehabt die Frontlüfter ebenfalls zu regeln. Des Weiteren finden wir es etwas schade, dass hinter der Front lediglich ein Single-Radiator Platz nehmen kann obwohl zwei 140-mm-Lüfter vorhanden sind. Die Werkzeuglose Montage von 2,5-Zoll-Laufwerken wäre ebenfalls wünschenswert gewesen.

Die UVP von knapp 149,00 Euro liegt deutlich über der des Silent Base 800 ohne Fenster und mindert damit etwas das Preis-/Leistungsverhältnis. Besitzer eines Silent Base 800 ohne Fenster können für 29,90 Euro ein Seitenteil mit Fenster nachkaufen. Alles in allem verleihen wir dem be quiet! Silent Base 800 Window ebenso einen klaren Silber-Award.

positiv:
negativ:
Gute VerarbeitungsqualitätKeine Lüftersteuerung
Erfrischendes DesignNur Single-Radiator hinter der Front verbaubar
Modularität des Innenraums2,5-Zoll-Laufwerke werden nicht werkzeuglos montiert
Lautstärke (mit Adapter)
Schalldämmung
Innovative Doppelverglasung
Konsequente Entkopplungsmaßnahmen
Werkzeuglose Montage von 3,5-/5,25-Zoll-Laufwerken und Erweiterungskarten
Praktische Staubfilter


Verarbeitung
85%
Design
90%
Hardwareeinbau
90%
Anschlüsse
85%
Ausstattung
95%
Silent Möglichkeiten
95%
Kühlungkonzept
90%
Kabelverlegung
85%
Befestigungen/Verriegelungen
85%
Preis/Leistung
80%
Gesamtwertung
88%
Preis
119,90 Euro (Caseking)


award silber blacks


Bezugsquelle: be quiet!

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