Fractal Design Define S Gehäuse im Test

Wasserkühlung ahoi?!

Seite 6: Fazit

Fractal Design bietet mit dem Define S eine interessante Variante des Kassenschlagers Define R5 an. Das Define S kann dabei auf das bewährte Fundament des R5 aufbauen und dieses in eine interessante Richtung weiterentwickeln.

Preislich rangiert das Define S knappe 25 Prozente unter dem R5. Folge des geringeren Preises ist der Wegfall des ein oder Features. Beispielsweise fehlen im Vergleich zum R5 zwei USB-Ports, die Lüftersteuerung und die Festplattenkäfige. Dafür bietet das Define S bessere Möglichkeiten in puncto Wasserkühlung. Dank der hinter dem Tray beherbergten Datenträger wird die maximal mögliche Anzahl an Laufwerken nicht durch die Nutzung eines Frontradiators beeinträchtigt. Vorrichtungen für Ausgleichsbehälter und Pumpe runden das ausgereifte Wasserkühlungs-Konzept neben dem großzügigen Radiator-Support angemessen ab. Auch ohne Wasserkühlung und optionale Lüfter kann sich die Kühlperformance des Define S sehen lassen und kommt selbst mit hitzigen Komponenten zurecht. Dank der fehlenden Festplattenkäfige erreicht der Luftstrom ungehindert die bedürftigen Komponenten. Der Zusammenbau des Systems verläuft dank des voluminösen Innenraums einfach und komfortabel ab. Auch hohe Tower-Kühler und lange Erweiterungskarten können problemlos verbaut werden. Features wie das gute Kabelmanagement, die Schalldämmung, die Staubfilter und die isolierten Abdeckungen runden das Fractal Design Define S ab.

Weniger gut gefallen hat uns die höhere Lautstärke, die mit der fehlenden Lüftersteuerung erklärt werden kann. Auch die Auswahl an optionalen Steuerungen wird durch die fehlenden 5,25-Zoll-Schächte geschmälert. Des Weiteren hätten werkzeuglose Halterungen für die Datenträger für einen etwas schnelleren Zusammenbau gesorgt und ein Staubfilter unter dem Deckel hätte dem Gehäuse ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.

Zusammenfassend lässt sich konsternieren, dass Fractal Design mit dem Define S eine interessante Variante des bekannten R5 abliefert, die eine genaue Zielgruppe anspricht. In Kombination mit einer Wasserkühlung kann das Potential des Define S voll ausgeschöpft werden und das Gehäuse infolgedessen, jedem der eine solche Kühlung nutzen möchte, wärmstens ans Herz gelegt werden. Der aktuellen Straßenpreis von 75 Euro ist dabei äußerst fair.


positiv:
negativ:
Dezente OptikLüftergeräusche hörbar und mangels Lüftersteuerung keine Regelung möglich. Aufgrund fehlendes 5,25-Zoll-Schachts nur eingeschränkte Auswahl an After-Market-Lösungen
VerarbeitungsqualitätDatenträger können nicht werkzeuglos montiert werden
Voluminöser Innenraum
Kühlperformance und Erweiterbarkeit des Kühlsystems. Vor allem in puncto Wasserkühlung
Gutes Kabelmanagement
Entkopplungen für 3,5-Zöller und Netzteil
Staubfilter
Preis


Verarbeitung
95%
Design
95%
Hardwareeinbau
90%
Ausstattung
80%
Anschlüsse
80%
Silent Möglichkeiten
85%
Kühlungkonzept
100%
Kabelverlegung
95%
Befestigungen/Verriegelungen
80%
Preis/Leistung
100%
Gesamtwertung
90%
Preis

award gold blacks

Bezugsquelle: Fractal Design
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