Thermalright HR-02 Macho 120

Ein kleiner Macho

Seite 6: Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es Thermalright mit dem Macho 120 mal wieder gelungen ist einen hervorragenden Kühler auf die Beine zu stellen. Gerade durch die geschrumpften Abmessungen hatten wir beim Thema Leistung mit deutlichen Einbußen gerechnet. Auf Overclocking braucht allerdings auch beim kleinen Macho nicht verzichtet werden, da die Temperaturen absolut im grünen Bereich liegen. Selbst größeren und teureren Konkurrenten hat der kleine Macho, ganz im Sinne des großen Bruders, mal wieder das Fürchten gelehrt. Bedenkt man dabei noch den Preis , spielt der Macho mal wieder ganz vorne mit. Mehr noch, der Thermalright Macho 120 ist, vor allem was die Kühlleistung betrifft, der neue Tabellenführer unter den kompakten und preiswerten Tower-Kühlern.

Doch leider gibt auch hier nicht ausschließlich Positives zu berichten. Eines der Mankos am Macho 120 ist sicher die teilweise etwas hohe Lautstärke. Der Lüfter macht durch Vibrationen und ein leichtes Brummen auf sich aufmerksam. Allerdings gibt es auch durchaus lautere Lüfter. Ein alternativer 120-mm-Lüfter (oder auch zwei) mit einer etwas niedrigeren Drehzahl und höherwertigen Lagern würden hier sicher ein runderes Bild abgeben und auch Silententhusiasten zufrieden stellen. Normale Nutzer werden aber sicher schon mit der guten PWM-Regelung glücklich. Schade das Thermalright mal wieder kein Montagematerial für einen zweiten Lüfter beigelegt hat. Die Montage des Macho 120 ist zwar sehr stabil, jedoch auch fummeliger als bei vielen Konkurrenten und könnte manchen Anfänger schnell überfordern. Ein genauer Blick in die Anleitung ist also Pflicht. Dank des extra langen Schraubendrehers im Lieferumfang bleibt einem glücklicherweise ein Nachkauf erspart und die letzten Schritte der Montage werden erheblich vereinfacht. Im Bereich Qualität macht der kleine Bruder des Macho HR-02, bis auf minimale Kleinigkeiten, einen ziemlich guten Eindruck. In Sachen Optik ist der Thermalright-Kühler natürlich nicht unbedingt ein Moddertraum. Durch seine einzigartig geformten Lamellen bietet er aber einen hohen Wiedererkennungswert.

Dank des angemessenen Preises, seines (bis auf die fehlenden Lüfterklammern) recht umfangreichen Lieferumfanges und der ansprechenden Verarbeitung vergeben wir für den HR-02 Macho 120 aus dem Hause Thermalright eine Kaufempfehlung sowie den Technic3D-Award in Silber. Für die (im Vergleich zum großen Bruder) kompakten Maße und damit einhergehende Gehäusekompatibilität, verbunden mit den hervorragenden Kühlleistungen, die der des großen Bruders kaum nachstehen, vergeben wir zudem den begehrten Value-Award. Wer also vor allem einen starken und kompakten Towerkühler sucht kann bedenkenlos zugreifen. Wer auf Kühlleistungen hingegen weniger gesteigerten Wert legt und Lautstärke als vordergründiges Kaufargument ansieht, sollte sich mal den Gaia von Xigmatek näher ansehen. Wer beides möchte und ein Gehäuse mit dem entsprechenden Platz sein Eigen nennt, findet im normalen Macho immer noch den besten Partner.



positiv:
negativ:
Hervorragende KühlleistungLautstärke bei hohen Drehzahlen
Recht kompakte AbmessungenLangweilige Optik
Solide VerarbeitungFummelige Montage
Schraubendreher im Lieferumfang
Preis




Optik
75%
Qualität
90%
Ausstattung/Lieferumfang
90%
Montage
75%
Leistung/Relation Lautstärke
85%
Lautstärke (Durchschnitt)
80%
Preis/Leistung
100%
Gesamtwertung
85%
Preis


34,99 Euro (PC-Cooling)


award silber blacks award value blacks

Bezugsquelle: PC-Cooling

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