Cooler Master Hyper 612 V2

Neuauflage

Seite 6: Fazit

Der Cooler Master Hyper 612 V2 ist ein solider Kühler. Mit der Überarbeitung ist es dem Hersteller gelungen, den Kühler sehr leise und dennoch nicht zu schwach zu gestalten. Will man allerdings echte Leistung sehen, muss man mindestens einen weiteren Lüfter erwerben um die Leistungsfähigkeit angemessen steigern zu können. Dies erhöht den Preis von 39,90 Euro (Alternate) auf ein etwas zu hohes Maß für das Gebotene. Das Design ist schließlich etwas langweilig geraten und könnte gerne mehr in Richtung V8 oder TPC 800 gehen. So hebt sich der Kühler optisch leider kaum von den meisten Konkurrenten ab. In Sachen Optik ist der Hyper 612 V2 also nicht unbedingt ein Designerstück. Lediglich durch kleine Details wie das spezielle Lamellendesign, den Kühlerboden oder auch die, wenn auch etwas zu locker geratenen, Kunststoffhalter des Lüfters bietet er einen gewissen Wiedererkennungswert. Technisch bietet er hingegen etwas mehr. Dies zeigt sich beispielsweise bei der sehr guten Speicherkompatibilität. Man kann hier zudem getrost von einem Silent-Kühler sprechen. Denn die leise Gangart beherrscht der 612 V2 wirklich sehr gut. Bei der Kühlleistung enttäuscht er mit einem Lüfter zwar etwas, gibt man dem Hyper 612 V2 jedoch mit einem weiteren Lüfter die Sporen, so steht er doch recht gut im Futter. Hier hätte der Hersteller allerdings besser direkt auf ein durchzugstarkes 140-mm-Modell setzen sollen.

Der Lieferumfang ist insgesamt recht durchschnittlich ausgefallen, lässt aber auch nicht wirklich etwas vermissen. Einen Schraubendreher oder etwas zum Reinigen bietet meist jeder normale Haushalt. So müssen geneigte Käufer meist nur den Kühler bestellen. Auf Paste, ein weiteres Montage-Kit oder Lüfterklammern muss hier nicht mehr geachtet werden. Leider liegen aber auch keinerlei Adapterkabel oder Y-Splitter bei.

Leichtes Overclocking ist bei Einsatz eines zweiten oder stärkeren Lüfters durchaus möglich. Zwar bietet er bei steigender Abwärme nicht die Leistung eines Noctua NH-U14S, ist dafür aber preiswerter und insgesamt recht ausgeglichen. Das Verhältnis zwischen Kühlleistung und Lautstärke ist also okay. Qualitativ spielt die neue Revision noch nicht in der Oberliga, macht aber bereits einen soliden Eindruck. Das Finish des 612 erreicht also nicht die Perfektion die wir von TPC 800 oder Hyper 412S kennen, was sicher auch zu den etwas schlechteren Leistungswerten beigetragen hat. Hier sollte aber bedacht werden, dass es sich bei uns um ein frühes Testsample handelt. Das Montagesystem ist ebenfalls nicht perfekt, doch wirkt es solide. In Verbindung mit der übersichtlichen Anleitung kann der Tower-Kühler sicher von den meisten Anwendern leicht montiert werden.

Für einen Preis von rund 40,00 Euro erhält man mit dem Hyper 612 also einen wirklich sehr leisen und zudem ausreichend starken CPU-Kühler. Die Negativpunkte sind hier also mal wieder Klagen auf recht hohem Niveau. Wer allerdings nach starken Kühlleistungen sucht und weniger auf eine angenehme Lautstärkeentwicklung wert legt, beispielsweise für moderate Übertaktungsvorhaben, ist derzeit mit anderen Modellen des Herstellers sicher noch etwas besser bedient. Für die gezeigten Leistungen hat sich der überarbeitete Hyper 612 aus dem Hause Cooler Master einen Technic3D Silber-Award verdient.



positiv:
negativ:
SpeicherkompatibilitätKühlleistung mit nur einem Lüfter
LautstärkeRecht konservative Optik




Optik
80%
Qualität
85%
Ausstattung/Lieferumfang
85%
Montage
85%
Leistung/Relation Lautstärke
85%
Lautstärke (Durchschnitt)
95%
Preis/Leistung
85%
Gesamtwertung
86%
Preis
39,90 Euro (Alternate)


award silber blacks

Bezugsquelle: Cooler Master

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