Techsolo TMV 330

Seite 6: Unterstützte Formate und Codecs

Jedwede digitale Medien haben ein Format (ersichtlich an der Dateiendung) und ein Codec, also eine Kodierung bzw. Komprimierung. Ein typisches Format ist beispielsweise .avi. Man nennt dies auch einen Container, da .avi gleich mehrere Codecs enthalten kann, für Video und für Audio. Der Codec eines .avi Filmes kann etwa MJPEG oder MPEG-4 für das Video sein und MP3 oder AC3 oder WMA für die Tonspur. Eine .avi-Datei könnte aber auch theoretisch nur eine Video- oder nur eine Audiospur beinhalten.

Entscheidend ob der Player eine Datei abspielen kann, ist in erster Linie der Codec, denn es ist ja die Hauptarbeit des Prozessors bei der Wiedergabe, diesen zu dekodieren. Anhand der Dateiendung wird im Prinzip lediglich selektiert, ob der Player überhaupt den Versuch unternimmt, die Datei wiederzugeben oder nicht.

Folgende Codecs werden unterstützt:
Videocodecs:
• MPEG1
• MPEG2
• MPEG4
• Motion JPEG
• (WMV)
• DivX4
• DivX5
• XviD

Audiocodecs:
• MP3
• WMA
• AC3
• AAC
• Wave

Durch diese Codecs sind folgende Formate abgedeckt:
Audio-Video:
• .DAT (Video CD)
• .MPG (SVCD)
• .IFO/.VOB (DVD)
• .AVI
• .ASF
• .WMV
• .DIV

Audio:
• .MP3
• .WMA
• .AAC
• .WAV

Bilddateien:
• .BMP
• .JPG/JPEG

Die ganzen Codecs und Formate sehen auf den ersten Blick nach viel aus, es gibt allerdings Einschränkungen:

So werden DivX und XviD nur aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu MPEG4 unterstützt. DivX6 wird nicht mehr unterstützt, erst recht nicht mit HD-Auflösung (1280x720). Dasselbe gilt für WMV. Manche laufen, andere nicht, High-Definition Inhalte laufen grundsätzlich nicht.
Ebenfalls nicht unterstützt werden GMC- (Global Motion Compensation) und QPEL- (Quarter Pixel Motion Compensation) Kompressionsverfahren. Diese sind ein optionaler Bestandteil des MPEG4/DivX/XviD Videocodecs, was bedeutet, dass manche Filme danach komprimiert sein können und in Folge dessen nicht wieder gegeben werden.

Motion JPEG (MJPEG) läuft weil der Player grundsätzlich JPEG Bilder anzeigen kann. Je nach Grad der Komprimierung kann es allerdings zu teils erheblichem Ruckeln bei der Wiedergabe kommen.

Die Formate aus dem Hause Apple (.MOV) und Real (.RA, RV, RAM, etc.) werden überhaupt nicht unterstützt. Ebenfalls in die Röhre schaut man, wenn man versucht einen Film mit dem Indeo Codec abzuspielen (einer der am meisten verbreiteten, da bei Windows vorinstalliert).


Bei den Bildformaten vermisst man wohl am stärksten die Kompatibilität zu .PNG und seinem Vorgänger .GIF.

Bei der Wiedergabe von Filmen kann es wie bereits erwähnt unter Umständen zu kurzen Unterbrücken kommen. Einen kompletten Absturz fuhr der Redakteur regelmässig ein, wenn er versuchte, bei der Wiedergabe eines DVD-Backups den Schnellvorlauf einzuschalten.













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