Crysis 2 im Test

Seite 3: Gameplay, Grafik, Sound

Zwar ist das Setting nun nicht mehr im Dschungel angesiedelt sondern in einem futuristischen New York, dennoch steuert und fühlt sich Crysis 2 so an, wie es der Vorgänger getan hat. Die Steuerung ist für einen Ego-Shooter aus dem Hause Crytek klassisch und direkt, gerade der Nanosuit macht es Crysis-Veteranen einfach, sich in die Spielmechanik einzufinden. Die Passagen in denen Fahrzeuge gesteuert werden, können mit Handlichkeit und Übersicht punkten, sind jedoch im Spiel eher rar gesät und zudem relativ schnell vorbei.




Die KI überzeugt auf ganzer Linie. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden wird Crysis 2 zu einer echten Herausforderungen, auch für diejenigen, die im Shooter-Genre schon einiges an Erfahrung gesammelt haben. Aber auch auf den leichteren Schwierigkeitsstufen zeigt sich, dass die Entwickler in Sachen KI ganze Arbeit geleistet haben. Die gegnerischen Soldaten verstecken sich, suchen Deckung und versuchen nicht nur Verstärkung anzufordern, sondern durch diese den Spieler auch zu umstellen. Die Aliens verhalten sich anders als der einfache Soldat, hier wird mit viel Tempo agiert und gerade das präzise Treffen wird für den Spieler zu einer Herausforderungen, es sei denn, der Alien sucht die Konfrontation und geht auf Tuchfühlung.

Grafikvergleich - 2560x1600

   
(Hohe Details / Sehr hohe Details / Extreme Details)


Optisch präsentiert sich Crysis 2 als Leckerbissen mit Abzügen in der B-Note. Das Spiel kann derzeitig sicher als optisch eindrucksvollster Shooter am Markt gelten, dennoch vermag es Crysis 2 nicht, den Vorgänger in Sachen Grafik auszustechen, im Gegenteil. Gerade die zerstörbare Umgebung ist im neuesten Teil der Crysis Reihe weit weniger implementiert, als es im Vorgänger der Fall war. Die Physik arbeitet hervorragend und bietet einige Möglichkeiten, doch das Zerstören von Häuserwänden, Wachtürmen oder gar Bäumen, was im ersten Crysis Teil noch möglich war, ist nun im Spiel nicht mehr umsetzbar, es sei denn, das Skript gibt die Möglichkeit frei. Auch die Texturen wirken nicht immer "up-to-date". Abhilfe schafft hier eventuell die angekündigte, nachträgliche Implementierung von DirectX 11 Features. Crysis 2 kommt derzeitig nämlich nur mit einem DirectX 9 Renderer daher. Wunderschön ausgearbeitet sind die Wasser- und speziell die Lichteffekte, welche für viel Atmosphäre sorgen. Die Waffenmodelle können optisch auf alle Fälle überzeugen, ebenso Rauch- und Feuereffekte. Wer im Besitz einer Nvidia Grafikkarte sowie eines 3D-fähigen Monitors ist, kann dem im Spiel integrierten 3D-Modus aktivieren und das Spielerlebnis so, je nach Geschmack, intensivieren.

Die Synchronisation ist sehr gut ausgearbeitet. Störend an der Synchronisation wird einzig der Fakt empfunden, dass bei den meisten Soldaten der gleiche Synchronsprecher am Werk ist und das mit der Zeit doch recht negativ auffällt. Hier wäre etwas Abwechslung sicher nicht verkehrt gewesen. Ansonsten wartet das Spiel mit jeder Menge Klang-Feuerwerk auf. Das Szenario wird herrlich untermalt durch satte, realistische und sehr dynamische Klänge. Der Soundtrack ist stimmig und passend gewählt, gerade das Intro, welches von Hans Zimmer höchst persönlich komponiert wurde, wartet mit viel Intensität und viel Atmosphäre auf und weiß zu begeistern.
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Kategorie: PC-Spiele
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