Spore

Durch Einfachheit zur Komplexität?

Seite 4: Gameplay, Sound, Multiplayer

Installation und Menüführung:

Die Installation dauert einige Minuten. Nachdem das Spiel auf der Festplatte ist, geht es nach dem Starten von Spore zunächst mit dem Anlegen eines eigenen Benutzerkontos los.


  
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Worum geht's?

"Bist du deinen Planeten leid? Schaffe einen neuen und begib dich auf eine aufregende Reise. Verwende die einfache Steuerung, um deine eigenen Kreaturen zu erschaffen und sie weiterzuentwickeln. Stämme zu gründen, Zivilisationen aufzubauen. Welten zu gestalten und den Kosmos zu erforschen."


  
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Spore ist die ultimative Chance, für denjenigen in der Spielergemeinde, der unzufrieden ist mit der Arbeit der Evolution und der nun endlich mal den Lauf der Dinge selbst definieren möchte. Zunächst startet man im Spiel mit einem winzigen, dem Intellekt eher abgeneigten Wesen. Primär hält sich der eigene Zeitgenosse im Meer auf und durch Nahrungsaufnahme und dem Austragen von Kämpfen gegen Artgenossen erlangt er zunehmend an Intellekt und Körpergröße. Um der Evolution ihren Lauf zu lassen, muss dann auch zu entsprechenden Zeiten eine Fortpflanzung in Angriff genommen werden. Hier bietet Spore die Möglichkeit, einen potentiellen Partner per Lockruf zu finden, wählerisch in Sachen äußeres Erscheinungsbild sollte man hier nicht sein, denn schließlich geht es nicht nur um die Arterhaltung, sondern um deren Weiterentwicklung. Nachdem nun die Hürde der zellulären Phase genommen ist, entwickelt sich unser Organismus zu einer Landkreatur weiter. Von hier an erwartet den Spieler die Möglichkeit seine Kreaturen absolut frei zu definieren, sei es durch äußerliche Gegebenheiten oder die damit verbundenen Fähigkeiten. Ob die eigene Spezies den Drang hat als Fleischfresser oder als Pflanzenfresser zu existieren, liegt ganz am Spieler selbst und seinen Entscheidungen. Man muss nicht unbedingt alle anderen Arten ausrotten, oft sind auch soziale Kontakte zu knüpfen, um so starke Verbündete an Land zu ziehen und diverse Vorteile daraus ziehen zu können.

Kommen wir zur Optik. In Sachen Grafik kann Spore einigermaßen überzeugen, auch wenn hier nicht mit neuster Technik geglänzt wird. Die Optik unterstützt in Teilen die Atmosphäre des Spiels. Die Grafik wirkt so zu sagen untermalend, wenn sie auch nicht mit fulminanten Effekten aufwartet. Die Kamera lässt sich intuitiv steuern. Im Verlaufe des Spiels verändern sich die Befehle und Gegebenheiten in Sachen Blickwinkel jedoch etwas, was aber mit ein wenig Übung später kein Problem darstellen sollte. Als äußerst positiv sind die Einstellungen zu bewerten, welche für die eigene Kreatur vorgenommen werden können. Auf Grund diverser Farbgebungen und etlicher Körperteile die zur Verfügung stehen, hat der Spieler eine enorme Auwahl, wie denn sein individuell gestaltetes Wesen auszusehen hat. Auch sehr nett gestaltet sind die unterschiedlichen Kulturen und Rassen, welche auf den diversen Planeten zu finden sind. Hier zeigt sich Spore in Kreativlaune und gestaltet teilweise fantastisch aussehende Wesen.
In soundtechnischer Hinsicht kann EA's Spore mit Atmosphäre überzeugen. Viele nette und absolut passende, realistische Klänge werden an den Spieler weitergegeben, auch der einsetzende Bass kommt nicht zu kurz, zum Beispiel bei einem Vulkanausbruch oder dem Aufmaschieren riesiger Wesen. Das große Feuerwerk sollte man aber in Sachen Klang nun auch nicht erwarten, immerhin handelt es sich hierbei nicht um einen Ego-Shooter.

Die Technic3D Redaktion hat einen heiden Spaß mit dem Spielen von Spore. Durch die individuelle Gestaltung des Ganzen und durch die ständige Weiterentwicklung seiner eigenen Rasse, kommt Langzeitmotivation auf und man will es denen zeigen, die bereits mit Raumschiffen unterwegs sind, während man selber noch nicht mal Landfahrzeuge sein Eigen nennt. Den Multiplayer in Spore kann man nicht direkt bewerten, da es keinen direkten Mutliplayer gibt. Sicher greift das Spiel dauerhaft auf die Spore Datenbank zurück und ermöglicht es dem Spieler, die vielen Kreaturen anderer Nutzer anzusehen und auch zu verwenden, jedoch ist ein direkter Duellmodus im Multiplayer nicht vorhanden. Als sehr nettes "Extra" bezeichnen wir die Tatsache, dass die im Internet gelagerten Kreaturen im eigenen Spiel vermehrt auftauchen. Beim Erkunden der Galaxie, kann man so auch durchaus mal auf eine Kreatur des Hausnachbarn treffen. Spore ist zudem für jeden spielertyp geeignet. Diejenigen die Anspruch und Komplexität suchen, werden ebenso bedient, wie die die ein eher leichten Einstieg bevorzugen und es umgänglich mögen.

   
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Die Grafik:

Manche mögen Spore als weniger schön bezeichnen, aber der hier eingesetzte Grafikstil untermalt phasenweise die Atmosphäre des Spiels und wirkt durchaus ansprechend. Irgendwie passt der Look einfach und wenn man ehrlich ist, dann liegt es doch schlichtweg auf der Hand, dass ein vom Inhalt her so aufwändiges Spiel wie Spore nicht aussehen kann wie Crysis oder Call of Duty 4.

Der Sound:

In Sachen Sound muss sich Spore vor anderen Genre-Größen nicht verstecken, doch Spore in ein genre einzuordnen ist nicht so ohne Weiteres möglich, es vereint alles in einem. Mit einem aktuellen Ego-Shooter kann man die klangliche Darbietung Spore's nicht vergleichen, aber mit taktisch geprägten oder simulastischen Spielen schon eher. Spore kommt in Sachen Klang realistisch rüber, teilweise mit viel Liebe zum Detail und auch der Subwoofer darf das eine oder andere Mal seine Stärken demonstrieren.

Der Multiplayer:


Kann man Spore als Multiplayer-Spiel überhaupt bewerten? Da es keinen direkten Duellmodus/Kampfmodus gibt und man so also auch nicht gegen andere Spieler im Internet antreten kann, wollen wir unser Bewertungssystem in Sachen Mehrspielerpart nicht richten lassen. Die Möglichkeit auf die unzähligen von EA bereitgestellten Kreaturen zurückzugreifen oder eines der vielfältigen Wesen der Spore-Spielergemeinde auszuwählen, ist durchaus beeindruckend. Auch die Tatsache, dass die in der Online-Datenbank gespeicherten Wesen im eigenen Spieluniversum auftreten, ist als äußerst positiv zu bewerten und sorgt für eine Menge Abwechslung und keine Langeweile.

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