Dawn of War 2

Im Dienste des Imperators!

Seite 7: Fazit

Nachdem wir uns das Spiel ausführlich angesehen haben, sind wir nun beim Fazit angelangt und werden Dawn of War 2 nochmals in fünf Kategorien einzeln bewerten:


  • Spielspaß
  • Grafik
  • Hardware-Anforderung
  • Multiplayer
  • Sound


Spielspaß:

Gleich zu Beginn des Spiels wird man dank des grandiosen Intros förmlich in das Geschehen katapultiert. Der Singleplayer-Modus erstreckt sich nun über ein ganzes Sonnensystem, in dem der Spieler immer wieder von Planet zu Planet springen muss, um die Menschheit vor den Orks, Eldar und letztendlich natürlich den Tyraniden zu beschützen. Das neue Deckungssystem ist ein sehr praktisches Mittel, um im Kampf mit dem Anführer und seinen drei Trupps gegen die Xenos-Scharen von Gegnern zu bestehen.

Die Möglichkeiten der Ausrüstung sowie dem Vergeben von Erfahrungspunkten und das Zusammenstellen der Truppen sind sehr gut und verleihen dem Spiel gerade im Singleplayer eine sehr hohe Spieltiefe! Leider verflacht der Singleplayer im Laufe der Kampagne etwas, da man immer wieder ein ähnliches Szenario und die mitunter gleichen Karten vorfindet. Insofern der Spieler alle Extras und Möglichkeiten innerhalb einer Mission erreichen möchte, darf mit jeweils 30 bis 60 Minuten Spielspaß pro Runde (Tag innerhalb des Spiels) gerechnet werden. Dabei kann der Spieler durch sein Auftreten sogar zusätzliche Mission am selben Spiel-Tag erreichen, insofern der abgeschlossene Kampf optimal verlaufen ist. Dies ist jedoch oftmals nur schwer erreichbar.

Wie schnell der Spieler Dawn of War 2 geschafft hat, hängt dank der recht flexiblen Auswahlmöglichkeit auch von den Siegen ab. Ein Territorium, welches vom Feind zurückerobert wurde, muss schließlich erst einmal wieder in den eigenen Besitzt übergehen. Sehr gut!


Grafik:

Für ein Strategie-Spiel ist die Grafik von Dawn of War besonders in hohen Auflösungen äußerst gut! Besonders gefallen haben uns die Effekte in Gefechten. Seien es umherfliegende Geschosse, zerstörte Umgebungen oder erschütternde Explosionen.


Hardware-Anforderung:

Leider mussten wir beim Test des Spiels jedoch auch dessen zum Teil recht hohe Anforderungen Tribut zollen, und für einen flüssigen Spielablauf einige Effekte deaktivieren oder herunter drosseln. Eine solche Grafikpracht bei Explosionen und Gefechten findet man sonst nur in Ego-Shootern.


Multiplayer:

Für Hobby-Strategen, die auf ein schnelles Spiel mit wenigen Einheiten und eine geringe Komplexibilität hoffen, ist Dawn of War 2 hervorragend geeignet und wärmstens zu empfehlen. So manche Fans des Warhammer 40.000 Universums und des besonders im eSport erfolgreichen Vorgängers dürften jedoch schwer zu schlucken haben.

Die Fülle an Einheiten und Ressourcen wurde auf ein Minimum gestrichen, der Basis-Aufbau existiert sprichwörtlich nicht mehr und Forschung ist ein Fremdwort. Auch die Zahl der Einheiten, die auf dem Feld stehen, ist im Vergleich zum Vorgänger beachtlich geschrumpft. Massenschlachten, wie sie das Warhammer 40.000 Universum zum Besten gibt, sucht man leider vergeblich. Auch eine Lobby, wie man sie vom Vorgänger kennt, hat man im Hause Relic gestrichen. Die taktischen Möglichkeiten werden zwar durch den auswählbaren Anführer und dessen Eigenschaften und Vorteilen etwas erhöht, doch tröstet dies nicht über die genannten Minus-Punkte hinweg.


Sound:

Zum Sound kann man wenig Negatives berichten. Der Ton ist sehr gut und kommt mit einem kräftigen Bass hervor, der besonders beim Beschuss und Explosionen zum Tragen kommt. Auch die deutschen Sprecher machen ihre Arbeit gut, wobei auch hier etwas mehr Emotionen in der Stimme dem Spiel ab und zu gut zu Gesicht gestanden hätten.


Fazit:

Nach dem Test des aktuellen Ablegers aus dem Warhammer 40.000 Universum sind wir zum einen verzückt und zum anderen mehr als nur ernüchtert. Neben dem gerade im späteren Verlauf etwas abflachendem Singleplayer-Modus stößt besonders die Umsetzung des Multiplayer-Modus sauer auf.

Warum THQ und Relic Entertainment diese gerade im eSport und für Fans des Vorgängers wichtigen Punkte wie den Basis-Aufbau oder die Fülle an Einheiten aus dem Spiel genommen hat, ist uns ein Rätsel. Gerade in Bezug auf das in geraumer Zeit erscheinende StarCraft 2 und anderen angekündigten Spielen ist diese Entscheidung schwer nachvollziehbar.

Natürlich bietet der neue Multiplayer-Modus seine Reize und sind durch die innovativen Elemente besonders für Freunde der schnellen und vergleichsweise kleinen Scharmützel interessant, doch entfernen sie sich stark von dem, was der geneigte Spieler sich vielleicht erhofft hat. Dass Dawn of War 2 von Haus aus nicht alle Rassen des Vorgängers beinhaltet, ist natürlich keine Überraschung. Auch sind die nun im Spiel befindlichen Tyraniden ein absoluter Augenschmaus.

So lässt sich THQ viel Spielraum für AddOns, um zum Beispiel beliebte Rassen wie die Dark Eldar, das Chaos, das Imperium, die Necrons oder die Tau mit ins Spiel zu bringen. Und vielleicht besinnt sich der Hersteller bei einem kommenden AddOn auf einen zusätzlichen Multiplayer-Modus, der das Spiel auch für den eSport und Freunde von echten Schlachten, großen Karten und vielen Einheitentypen wieder interessant macht. Denn das würde Dawn of War 2 durchaus gut zu Gesicht stehen. In diesem Sinne: FÜR DEN IMPERATOR!

Offizieller Erscheinungstermin: 20.02.2009


positiv:
negativ:
+ Warhammer 40.000 Atmosphäre- Stark abgespeckter Multiplayer-Modus
+ Detailgetreue Umsetzung der Einheiten- Kaum taktischer Spielraum
+ Ausrüstbarkeit und Rollenspielelemente- Wenig Einheiten und Einheitentypen
+ Sehr gute Grafik und Effekte- Kein Basis-Aufbau
+ Stimmungsvolle Renderfilme- Keine Forschung
+ Gute Atmosphäre im Singleplayer- Geringes Ressourcenmanagement
+ Dank Steam keine DVD Prüfung- Zum Teil sehr kurze Renderfilme




Spielspaß:
85%
Grafik:
95%
Sound:
95%
Hardware-Anforderungen:
75%
Multiplayer:
65%
Gesamtwertung:
83%
Preis
~40,00€ (Preisvergleich)



award bronze blacks

Falls Fragen zu dem Test bestehen oder auch mehr, ein Besuch im Forum lohnt sich.
Vielen Dank an THQ für die unkomplizierte Bereitstellung des Musters!
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