dolphin secure

Sicheres Internet für Kinder?

Seite 3: Installation

Die Installation des Fingerprint-Readers sowie der dolphin secure Software geht in der Regel problemlos von Statten, insofern nicht bereits ein biometrisches Lesegerät (von Authentec) beim entsprechenden Computer verwendet wird. Hierzu kommen wir jedoch etwas später im Detail.

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Nach der Installation der Software steht das dolphin secure System zur Nutzung bereit. Der Anbieter verzichtet dabei auf die Kennzeichnung der Softwareversion im Internet, auch konnten wir innerhalb der dolpin secure Software keine Update-Prüfung oder ähnliches entdecken. Insofern hier in Zukunft eine neue Version veröffentlicht wird, ist dies für den Nutzer gegebenenfalls nur bedingt ersichtlich.

Die erfolgreiche Installation äußert sich durch eine umgehende Sperrung und/oder Deaktivierung aller Programme, welche normalerweise mit dem Internet verbunden sind. Vor der Nutzung des Systems durch ein Kind muss jedoch von den Eltern ein entsprechender Kinderaccount eingerichtet werden. Hier legen die Eltern einen Benutzernamen fest und bestimmen vorab, was das eigene Kind im dolphin secure Netzwerk darf und was eben nicht.

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Erst jetzt sollte das eigene Kind mit eingebunden werden, da ansonsten schnell Langeweile aufkommt. Die erste Aktion des Kindes stellt dabei das Registrieren des eigenen Fingerbadrucks dar. Anders als bei den true- beziehungsweise Protector-Suiten von Authentec stehen dabei jedoch nicht verschiedene Fingerabdrücke zur Wahl. Nur ein Fingerabdruck vom Kind kann hinterlegt werden.

    


Sobald das dolphin secure das Kind "identifizieren" kann, ist ein Login möglich.

Bezüglich des bereits angesprochenen Problems mussten wir feststellen, dass eine problemlose Verwendung nur gegeben ist, wenn auf dem zu nutzenden Computer nicht parallel ein weiterer optionaler oder gar fest verbauter Fingerprint-Reader vorhanden ist. Besonders problematisch wird dies, insofern der Computer ein Notebook mit Fingerprint-Reader ist.

Ein weiteres und leider nicht minder geringes Problem stellt die allgemeine Nutzbarkeit dar. Sobald die dolphin secure Software installiert ist, blockiert diese direkt beim Windowsstart jegliche Kommunikation. Auch ein Erreichen des Task-Managers ist nicht möglich, da dieser durch die dolphin secure Software umgehend geschlossen wird.

   


Dies stellt zwar für Kinder eine durchaus sinnvolle Lösung dar, wirklich empfehlenswert ist eine solche Vorgehensweise jedoch nur, insofern der Computer / das Notebook ausschließlich vom Kind verwendet wird. Viele Eltern werden jedoch dem eigenen (noch jungen) Kind keinen eigenen Computer an die Hand geben und eher - besonders bezüglich der doch geringen Zeitspanne, die ein Kind am Tag am Computer verbringen sollte - die Nutzung am Familien-PC ermöglichen. Und genau hier schlägt der Fehlerteufel zu, denn bevor nun das Elternteil den Computer sinnvoll nutzen kann, muss die dolphin secure Software erst einmal deaktiviert werden. Dabei ist es absolut egal, mit welchem Windows-Useraccount der Nutzer eingeloggt ist - die dolphin secure Software läuft trotzdem und blockiert direkt beim Start alle Verbindungen ins Internet sowie gegebenenfalls im Autostart befindlichen Programme wie Messenger (Skype, ...).

  


Die Deaktivierung der Software erfolgt per Rechtsklick auf das dolphin secure Icon in der Taskleiste und der anschließenden Eingabe der zur Registrierung verwendeten E-Mail-Adresse sowie des Eltern-Passworts. Die Nutzung im Zuge des Fingerprint-Readers ist dafür nicht möglich.

Ist die Eingabe der E-Mail sowie des Passworts am Anfang noch neu und nicht störend, stellte sich dies in unserer Redaktion schnell als eine äußerst lästige Pflichtaufgabe dar. Erschwert wird diese zudem dadurch, dass der Nutzer seine vollständige E-Mail-Adresse eingeben muss. Weder kann im Elternbereich ein alternativer Nutzername hinterlegt werden, noch speichert die Software die zuletzt erfolgreich eingegebene Adresse für zukünftige Eingaben ab. Besonders bei langen und gegebenenfalls sogar mit Zahlen und Sonderzeichen versehenen E-Mail-Adressen werden manche Nutzer wenig Spaß an diesem Prozedere finden und im schlechtesten Fall die Software genervt vom Rechner verbannen.
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