Tunebug Vibe

Musik aus der Pizzaschachtel

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Praxisbetrieb

Der Tunebug stellt im Endeffekt einen kleinen Lautsprecher dar, welche auf Grund seines Gewichts und der geringen Ausmaße für unterwegs bestens geeignet ist. MP3 Player und Handy können somit überall als kleine Musikanlage genutzt werden. Das ein Gerät dieser geringen Größe nicht unbedingt ein ganzes Zimmer mit Musik füllen kann, dass sollte klar sein, dennoch wurden wir vom kleinen Tunebug Vibe positiv überrascht. Das Anschließen des kleinen Krachmachers ist ganz simpel, das beiliegende Klinke-Kabel kann mit jeder beliebigen Quelle (MP3 Player, Notebook, Smartphone) verbunden werden, die Lautstärke wird dann über das Abspielgerät gesteuert. Der Tunebug Vibe hält, bei voller Aufladung (welche über das beiliegende USB-Kabel vorgenommen wird) tatsächlich knappe fünf Stunden (dem verbauten Lithium-Akku sei Dank). Negativ zu werten ist die Tatsache, dass der Vibe bei Anschluss per USB-Kabel nicht gleichzeitig als Wiedergabegerät genutzt werden kann, sondern sich nur im Auflade-Modus befindet. Ganz entscheidend für die optimale Musikwiedergabe ist selbstredend die Unterlage auf die der Vibe Platz nimmt. Boxen oder Schachteln eignen sich allgemein am besten für die Wiedergabe, da ein entsprechender Hohlraum von Nöten ist, um zum einen die Musik mit einer gewissen Lautstärke wiederzugeben und zum anderen, um auch eine klare und deutliche Wiedergabe zu gewährleisten. Die im Verpackungsumfang befindliche Box eignet sich tatsächlich relativ gut und stellt einen passablen Resonanzkörper dar. Wenn man den Schaumstoff in der Verpackung entfernt (dient auch als Transportbox für den Vibe), spielt der Tunebug zum einen ein gutes Stück lauter ab und nochmals deutlich klarer in Sachen Stimmwiedergabe. Auch auf Pizza- und sogar auf Zigarettenschachteln funktioniert der Tunebug Vibe, auf Ersterem sogar erstaunlich gut. Wenn der Untergrund jedoch nicht optimal gewählt ist, dann gibt der Tunebug zu meist nicht laut genug wieder und somit kann die Freude an der Musik ein wenig verfliegen.

Die beste Wiedergabe erreicht man auf Gegenständen, welche einen wirklich großen Hohlraum bieten und zudem stabil und massiv daherkommen. Wir haben das Gerät größtenteils auf einem DHL Karton verwendet, der Ton war stets klar und auch laut genug. Was allerdings negativ auffällt ist, dass die Höhenwiedergabe nicht immer überzeugen kann, aber bei einem solch kleinen Gerät und dem zu Grunde liegendem Funktionsmechanismus darf man keine Wunder erwarten. Die Bedienung kann simpler nicht sein. Den Power-Knopf zwei Sekunden lang halten, dann geht der Tunebug an. Bei einem drei bis vier Sekunden langen Drücken der Power-Taste, schaltet sich der kleine "Brummkäfer" ab. Der Tunebug Vibe ist noch nicht erhältlich, wird aber in den nächsten Wochen den europäischen Markt erreichen. Auf Grund der geringen Ausmaße, kann der Tunebug ohne Weiteres überall hin mitgeführt werden, was sicherlich als großes Plus zu werten ist. Der Hersteller gibt eine UVP von 59 Euro an, unserer Meinung nach fällt der Preis etwas zu hoch aus, denn hinter dem ernsthaften Nutzen und der wirklich sinnvollen Verwendung des Geräts steht doch ein relativ großes Fragezeichen. Handys mit MP3 Player-Funktion bieten über ihren Lautsprecher meist ausreichend Klang, hier wird der Tunebug Vibe also schnell sinnfrei. Einzig die Kombination aus Tunebug und normalem MP3 Player macht Sinn, dann wenn man keine tragbaren Boxen zur Hand hat. Wir sind vom Klang und der langen Akkulaufzeit des Tunebug Vibe positiv überrascht, Wunder in Sachen Wiedergabe darf man aber selbstredend nicht erwarten. Dennoch muss man konsternieren, dass der kleine "Brummkäfer" durchaus etwas kann. Was der Tunebug Vibe sicherlich besitzt, ist ein gewisser Hauch von etwas "Besonderem", ob 59 Euro allerdings gerechtfertigt sind, darf bezweifelt werden. Eventuell sollte der Hersteller in Sachen Preisgestaltung noch ein wenig nach unten regulieren.
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