Brimax LM-19XD

Flachmann in Glas

Seite 3: Praxisbetrieb/Testlauf

Praxisbetrieb

  • Handbuch
Das Handbuch ist einigermaßen ansprechend gestaltet. Man erhält mehr oder weniger detaillierte technische Informationen (siehe Seite 2 des Artikels) sowie eine Art Schnellstartanleitung. Neben diesen Informationen bekommt man eine recht brauchbare Einleitung in die Bedienung des OSD und Informationen zu unterstützten Auflösungen sowie eine kleine, übliche Hilfestellung bei Problemen.

  • Montage
Nachdem man den Standfuß eingeklickt und mit 4 Schrauben befestigt hat, man sollte darauf achten, dass der Fuß in etwa gerade sitzt, da kein Einrasten hierfür vorgesehen ist, geht es ans Ausrichten des Bildschirmes. Man hat die Wahl in Sachen Höhe, Neigungswinkel und Drehung, der maximale Drehwinkel beträgt ca 30°, die Höhe ist von 6,0-13,5cm (Unterkante Bildschirm) verstellbar. Die Neigung lässt sich im Bereich von je ca. 15° verändern. Beim Verstellen kommt eindeutig die Höhenverstellung als Schwachpunkt zum Vorschein. Höher stellen lässt sich der Monitor recht einfach, allerdings ist beim "Tieferlegen" ab etwa der Hälfte doch etwas Kraft von Nöten. Die obere Hälfte der Höhenverstellung (13,5-10,5 cm) geht dagegen so einfach von der Hand, dass der Monitor dazu neigt, bei geringer Bewegung oder Einstellung von Neigung bzw. Drehwinkeln tiefer zu rutschen, sodass man den Monitor stets wieder nach oben ziehen muss.
Die Glasscheibe wirkt bei ausgeschaltetem Gerät wie ein Spiegel, im Betrieb selbst überrascht sie allerdings mit kaum störenden Reflexionen. Fingerabdrücke und Staub werden von der Front allerdings unverzeihbar "geschluckt", somit sollte man stets ein Reinigungstuch zur Hand haben.

  • Inbetriebnahme
Unter VGA erfolgt der Anschluss problemlos. Nachdem man das NT angeschlossen und den Monitor per VGA Kabel mit der Grafikkarte verbunden hat, zeigt der Monitor sowohl beim Booten als auch unter Windows sofort angenehme Bilder, der Auto-Einstellung sei Dank. Diese bevorzugt auch den VGA Port, sollten einmal DVI und VGA Kabel zugleich angeschlossen sein.
Umso mehr Probleme bereitet hingegen der Betrieb mit DVI. Kein Bild im BIOS ließen anfangs auf technische Probleme schließen. Allerdings verhält es sich hiermit anders. Der Monitor ist schlichtweg nicht in der Lage, Auflösungen von 640x480 per DVI-Anschluss darzustellen. Laut Brimax ist dies u.U. sogar gewollt, damit der Kunde eine solche Auflösung nicht "versehentlich" auf einem 19" Monitor benutzt, der Sinn erschließt sich dem Redakteur jedoch nicht. Somit ist es dem Anwender vorenthalten, Einstellungen in BIOS oder Bootablauf bei reinem DVI Anschluss zu tätigen, der Gebrauch des VGA Kabels ist hier die einzige Lösung. Somit ist beim Neustart des Gerätes oder einer Auflösungsveränderung stets ein neues "Auto-Einstellen" nötig, eine auf Dauer sicher nervende und in DVI-Zeiten ungewohnte Prozedur, auch wenn sie ein zufriedenstellendes Bild liefert.
Ebenfalls nicht möglich ist es, dass man beide Kabel anschließt und ausschließlich 640x480 über VGA dargestellt wird, zumal dann die Nutzung des DVI-Ports nur nach 4 Tastenklicks im OSD möglich ist, was sicher nicht im Sinne des Erfinders und des Kundens liegt.

  • OSD
Die "Reise durch das On-Screen-Display" sollte nicht ohne das leider nicht vorhandene Wörterbuch von Brimax bestritten werden. Während man "Beeden" anstatt "Beenden" noch akzeptieren kann, so hört der Spaß bei "Vershiedenartiges", "Uhr" für "Clock", und "Stummer An/Weg" - zudem noch irgendwie wellenartig geschrieben- langsam auf, ein wenig mehr Bemühen wäre hier nicht fehl am Platz gewesen.
Die Steuerung ist weitestgehend jedoch selbsterklärend, andernfalls hilft das Handbuch weiter.
Die Lautstärkeregelung ist über die AUF/AB-Select Tasten möglich, sodass man hierfür nicht ins eigentliche Menü gehen muss.
Ansonsten bieten sich folgende Unterpunkte und Funktionen:

  • Anschlusskonfiguration: VGA/DVI
  • Helligkeit: Helligkeit/Kontrast einstellen
  • Audio: Lautstärke, Stummschaltung AN/AUS
  • Farbtemperatur: Auto-Einstellen (bei VGA Anschluss), Einstellen der Farbtemperaturen der 3 Kanäle (blau, grün, rot)
  • Bild Konfig: H/V-Position, Clock, Phase (gesamter Menüpunkt nur bei VGA Anschluss aktiviert)
  • OSD Einstellung: H/V-Position, Erscheindauer, Zurücksetzen auf Fabrikeinstellungen
  • Sprache: EN, FR, DE, I, E, P, POR, NL
  • Schließen

OSD Brimax 01 OSD Brimax 02 OSD Brimax 03
(*klick* zum Vergrößern)

OSD Brimax 04 OSD Brimax 05 OSD Brimax 06
(*klick* zum Vergrößern)

OSD Brimax 07 OSD Brimax 08 OSD Brimax 09
(*klick* zum Vergrößern)



Testlauf

  • Lautsprecher
Die Lautsprecher bringen die Leistung (je 2W), die man von ihnen erwarten darf. Einzig ein Windows-Sound ist auf ihnen noch akzeptabel zu vernehmen, bei Wiedergabe von Musik etc. mangelt es an allen Ecken und Enden. Die Frage ist, ob ein Monitor generell Lautsprecher enthalten muss, allerdings wollen wir diese Frage nicht am Fall von Brimax klären, zumal sie durch die Bank hinweg auf die Hersteller zutrifft.

  • Alltagsgebrauch
Der TFT vermittelt aufgrund des glare-artigen Displays eine sehr lebhafte und weitestgehend naturgetreue Farbwiedergabe. Arbeiten im Office Bereich sind mit ihm genauso gut zu erledigen wie die alltägliche Spielesession. Schlierenbildung war sowohl bei der DVD-Wiedergabe als auch bei Rennspielen, Shootern etc. nicht zu erkennen.
Was dem TFT nicht so gut gelingt ist die Darstellung von Farbverläufen. Hier kommt es doch öfters zu Streifen und Kreisbildung, die mehr oder weniger störend zum Vorschein kommt.
Das Panel (Brimax war nicht in der Lage den Typ zu nennen, da man diverse Zulieferer habe) hat einen sichtbaren Pixelfehler in der Mitte, der sich durch alle Farben hin erstreckt. Der TFT hat die Pixelfehlerklasse A (3:3:5), näheres hierzu findet sich auf der Info-Seite von Brimax. Somit wäre unser TFT, da das Pixel im mittleren Quadrat liegt, unter die Rücknahmepflicht des Herstellers gefallen.
Die Übergangszeit von Farbe zu Farbe, gemessen mit PixperAn, lag bei ca. 13ms im Durchschnitt, Brimax spricht von 8ms grey-to-grey, allerdings sollte man diese Zeit wohl mit 2 multiplizieren (rise time + fall time). Somit kommt man auf einen durchaus realistischen Messwert.

Nächste Seite: Fazit
Veröffentlicht:

Kategorie: TFT
Kommentare: 1