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SteelSeries APEX

Das Chamäleon für Gamer

Seite 1: SteelSeries APEX

vorschau SteelSeries Apex 2
SteelSeries richtet sich mit den Tastaturen der APEX Serie an Gamer die viel Wert auf Individualität legen. Nach der APEX [RAW] muss sich nun auch das Top-Modell der Serie in der Redaktion behaupten, das neben mehr Zusatztasten mit einer fünf Zonen Tastenbeleuchtung ausgestattet ist. Wie sich die SteelSeries APEX in der Praxis schlägt zeigt unser Test.

SteelSeries hat mit den APEX Tastaturen eine neue Serie für ambitionierte Gamer auf den Markt gebracht. Entgegen dem aktuellen Trend zur mechanischen Tastatur kommt bei dieser Serie die altbewährte Membran-Technik zum Einsatz die mit einer Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten auf sich aufmerksam machen möchte. Mit der APEX [RAW] konnten wir bereits das kleinste Modell der Serie begutachten, auf das nun das Top-Modell in Form der APEX folgt. Mit weiteren Makro- und Funktionstasten will SteelSeries hier allerdings nochmals zulegen und hat die Tasten zudem mit einer RGB-Beleuchtung samt fünf unabhängigen Zonen veredelt.

Die Tastatur im Überblick
SteelSeries APEX

Die APEX präsentiert sich als edle Gaming-Tastatur und ist im Design erfreulich unaufdringlich. Das Gehäuse der Tastatur ist gänzlich aus mattem Kunststoff gefertigt und wird durch einen Bereich in Hochglanzschwarz am Tastenblock aufgelockert. Wie schon bei der APEX [RAW] sorgt letzteres für gemischte Gefühle, denn zum einen veredelt dieser Bereich den optischen Auftritt der Tastatur und passt wunderbar in das Gesamtbild, zum anderen ist dieser Bereich geradezu ein Magnet für Fingerabdrücke und wird ohne entsprechende Pflege schnell unschön. Das ist natürlich, je nach persönlicher Empfindung, schlimm oder nicht, muss aber an dieser Stelle angesprochen werden.


Für eine angenehme Ergonomie und Langzeitmotivation beim Einsatz hat SteelSeries die Handballenauflage direkt in das Gehäuse der APEX eingearbeitet. Daraus erklären sich auch die recht üppigen Abmessungen von 54 x 21 x 2,8 cm (B x T x H) die recht deutlich ihr Revier auf dem Schreibtisch markieren. Damit die APEX auch bei wilden Gefechten nicht ihren Halt verliert, stellt SteelSeries diese auf vier große Gummifüße die für einen rutschfesten Stand sorgen sollen. Um den Stehwinkel verändern zu können liefert man zudem einen Satz mit höheren Gummifüßen mit.

Rückwärtig hat SteelSeries der APEX zwei USB 2.0 Schnittstellen spendiert. Diese vereinfachen in der Praxis den Einsatz von Peripherie auf dem Schreibtisch, oder auch den schnellen Datentransfer via USB-Stick oder Festplatte. Das Anschlusskabel ist hierfür mit zwei USB-Steckern ausgestattet, wovon eines allein den USB-Hub speist. Das Kabel ist mit 120cm ausreichend lang gehalten und mit einer robusten Gewebeummantelung verstärkt.


Das Tastenlayout der APEX entspricht grundlegend einem Standardlayout das rundum mit weiteren Tasten ergänzt wurde. Das sind bei der APEX insgesamt 34 Stück von denen 22 als programmierbare Makrotasten ausgelegt sind. Damit bietet die Tastatur dem geneigten Gamer eine große Spielfläche wenn es um Automatisierung geht. Links neben dem Haupttastenblock befinden sich hierfür insgesamt 10 MX-Tasten sowie vier Layer-Tasten, mit denen zwischen verschiedenen Belegungen im Betrieb gewechselt werden kann. Oberhalb der F-Tasten hat SteelSeries für 12 weitere M-Tasten gesorgt, die für mehr Treffsicherheit leicht erhöht untergebracht sind. Im Gegensatz zur APEX [RAW] besitzt die APEX nun auch dedizierte Multimedia-Funktionen, die nun rechts neben dem Nummernblock untergebracht sind. Für weitere Unterstützung soll eine überbreite Leertaste sorgen, die mehr Treffsicherheit und eine entspannte Daumenposition fördern soll. Zudem hat SteelSeries die APEX mit zwei zusätzlichen Pfeiltasten ausgestattet die diagonale Bewegungen im Spiel vereinfachen sollen.

Damit im Gefecht keine Eingabe untergeht hat SteelSeries die Tastatur natürlich auch mit Anti-Ghosting versehen. Hierbei bezieht man sich auf bestimmte Tasten die beim Gamen besonders oft in Kombination betätigt werden und somit den berüchtigten Ghosting-Effekt provozieren können. Um das zu vermeiden hat man sich auf 20 besonders häufig genutzte Tasten konzentriert (1, 2, 3, 4, 5, Q, W, E, R, A, S, D, F, STRG-Links, Shift-Links sowie die Leer- und Pfeiltasten) von denen sich garantiert bis zu sechs gleichzeitig betätigen lassen ohne das eine Eingabe verloren geht.


Neben diesen Features zählt die Tastenbeleuchtung der APEX wohl zu den Hauptargumenten der Tastatur. Während die APEX [RAW] hier noch auf eine Farbe beschränkt war, macht sich die APEX die ganze Farbpalette mit 16,8 Millionen Abstufungen zu nutze. Weiter hat SteelSeries die Beleuchtung in fünf unabhängige Zonen aufgeteilt, die alle samt unabhängig voneinander mit einer Farbe belegt werden können. Das sind der linke MX-Tastenblock, die F-Tasten, das Haupttastenfeld, der Nummernblock sowie das beleuchtete SteelSeries Logo zusammen mit den seitlichen Inlays. Darüber hinaus ist das jeweilige Beleuchtungsthema vom gewählten Layer (Profil) abhängig, womit diese zudem als visueller Indikator dient. Wie auch bei der APEX lässt sich diese in fünf Stufen dimmen oder auch ganz abschalten wenn diese nicht benötigt wird.

Die Verarbeitung der APEX ist insgesamt auf hohem Niveau und lässt wenig Raum für Beanstandung. Trotz der üppigen Abmessungen und dem Verzicht auf eine Metallgrundplatte wirkt die Tastatur insgesamt robust und wertig. Alle Tasten sind sauber verarbeitet und dadurch auch bei Dunkelheit im Zusammenspiel mit der Tastenbeleuchtung perfekt ablesbar. Lediglich das seitliche Inlay im Spaltmaß des Gehäuses wirkt im vorderen Bereich bei der Handballenauflage etwas ungleichmäßig und trübt leicht den Gesamteindruck.
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