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Gainward GeForce GTX 660 Ti Phantom

Nvidias neue Mittelklasse im Test

Seite 1: Gainward GeForce GTX 660 Ti Phantom

vorschau Gainward GTX660Ti 2
Bereits nach dem Marktstart der Geforce GTX 670 war die Nachfrage nach einem Mittelklassenmodell der Kepler-Generation groß. Nach Wochen voller Gerüchte ist es nun soweit und Nvidia führt mit der GeForce GTX 660 Ti die Kepler-Architektur in die Mittelklasse sein. Mit dem GK-104 Grafikchip der großen Modelle ist neben allen Features auch einiges an Leistung drin. Damit will man nicht nur den direkten Konkurrenten, die Radeon HD 7870, sondern auch AMDs Oberklasse in Form der Radeon HD 7950 in vielen Benchmarks hinter sich lassen. Im folgenden Test schauen wir uns die Gainward GeForce GTX 660 Ti Phantom einmal genauer an.

Mit der GeForce GTX 660 Ti findet Nvidias Kepler-Architektur Einzug in die Mittelklasse. Wie bereits zuvor bekannt wurde, setzt Nvidia bei der GTX 660 Ti aber auf keinen neuen Chip, sondern verwendet den GK-104 Grafikprozessor, der bereits auf den High-End-Boliden GeForce GTX 690, 680 und 670 zum Einsatz kommt. Neben einer breite an Features, wie Nvidia GPU-Boost, 3D-Vision, TXAA, Adaptive VSync und Surround ist der GK-104 auch ein äußerst effizienter Vertreter.

Bei der Gainward GTX 660 Ti Phantom handelt es sich um Eigendesign. Hier setzt der Hersteller auf den hauseigenen Phantom II Kühler, der neben mehr Kühlleistung vor allem durch ein leiseres Betriebsgeräusch gegenüber dem Nvidia Referenzkühler punkten soll. Daneben gehört auch eine leichte Übertaktung ab Werk zu den Ausstattungsmerkmalen der Gainward GTX 660 Ti Phantom.



Geliefert wird die Gainward GTX 660 Ti Phantom in einem handlichen Karton, der rundum mit Informationen und Features zur Grafikkarte bedruckt ist. Da es sich bei den x60 Modellen seit eh und je um die von Gamer bevorzugte Modellreihe handelt, ist die Dreingabe von Borderlands 2 ein erfreuliches Extra. Jeder in Europa und Nord Amerika verkauften GeForce GTX 660 Ti liegt ein Download-Coupon für den kommenden Titel aus dem Hause Gearbox bei. Weiter sind im Lieferumfang ein 12V 6-Pin Stromadapter, HDMI auf DVI Adapter und ein DVI auf VGA-Adapter zu finden.



Grundlegend basiert die GTX 660 Ti auf dem größeren Bruder, der GTX 670. Die GK-104 GPU wird, wie bei allen Modellen der Kepler-Reihe, im 28nm Verfahren bei TSMC gefertigt und unterstützt neben DirectX 11.0 den neuen PCIe 3.0 Standard.

Wie die GTX 670 ist auch der GK-104 der GTX 660 Ti auf sieben SMX-Einheiten (Streaming-Multiprozessoren) limitiert. Dadurch stehen insgesamt 1.344 CUDA-Cores (GTX 680: 1.536 CUDA-Cores) zur Verfügung die in vier Graphics Processing Cluster organisiert sind. Daneben verrichten auf dem Grafikchip 112 Textureinheiten und 24 Raster-Operation-Prozessoren ihren Dienst. Anders als bei der GTX 670, die über vier 64 Bit Speichercontroller und damit ein 256 Bit breites Speicherinterface verfügt, wurde der GK-104 der GTX 660 Ti um einen Speichercontroller beschnitten. Damit steht den 2048 MByte GDDR5 nur ein 192 Bit Speicherinterface zur Verfügung, was sich natürlich auch auf die Speicherbandbreite auswirkt. Die Bandbreite der GTX 660 Ti liegt mit 144,2 GB/s rund 48 GB/s unter der GTX 670 und 680.

Der Referenztakt der GTX 660 Ti liegt mit 915 MHz Base-Clock, 980 MHz Boost-Clock und 3.004 MHz Speichertakt auf demselben Level der GTX 670. Im Falle der GTX 660 Ti Phantom dreht Gainward bereits ab Werk an der Taktschraube und hebt den Base-Clock auf 1.006 MHz, Boost-Clock auf 1.085 MHz und den Speichertakt auf 3054 MHz an.

Auf der Gainward GTX 660 Ti kommt der hauseigene Phantom II Kühler zum Einsatz. Gegenüber Nvidias Referenzkühler verspricht man eine um 5 dB(A) verringerte Geräuschkulisse bei gleichzeitig niedrigeren Temperaturen auf dem PCB.



Die Abwärme der GK-104 GPU wird von einer Aluminium/Kupfer-Bodenplatte an drei dicke Kupfer-Heatpipes abgegeben. Diese führen in einen großflächigen Kühlkörper, der die Abwärme auf die zahlreichen Aluminiumfinnen verteilt. Dieser ragt rund 7cm über das PCB der GTX 660 Ti raus und verlängert die Grafikkarte von 17,2cm auf 24,2cm. Gainward verkleidet den Kühlkörper mit einer schwarzen Kunststoffabdeckung. Darin montiert sind zwei 80mm Axial-Lüfter, die von oben Frischluft auf das Kühlsystem blasen. Wie für die Phantom Serie üblich, erinnert die Abdeckung optisch an einen Wakü-Radiator und wirkt sehr ansprechend. Da die Abluft der GTX 660 Ti Phantom im Gehäuse verbleibt, ist eine ordentliche Gehäusekühlung eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Einsatz der Grafikkarte. Auf eine Backplate oder andere Verkleidung der Rückseite wurde verzichtet. Hier ist das PCB klar einzusehen und gibt Einsicht auf zwei Hynix Speicherchips.

Das Phantom II Kühlsystem ist bereits in ähnlicher Form auf Gainwards GeForce GTX 670 und 680 Phantom Modellen zu finden.



Die Spannungsversorgung übernehmen zwei 6-Pin-Stromanschlüsse. Obwohl die GTX 660 Ti seitens Nvidia mit einer maximalen TDP von 150 Watt spezifiziert ist, stehen rechnerisch bis zu 225 Watt (2x PCIe 6Pin + PEG-Slot) aus dem Netzteil zur Verfügung. Die Stromanschlüsse sind seitlich auf dem PCB angebracht und befinden sich im hinteren Drittel der Grafikkarte.



In der Slotblende sind zwei Dual-Link-DVI-, ein HDMI- sowie ein DisplayPort-Anschluss zu finden. Wie die großen Brüder, ist auch mit der GTX 660 Ti Nvidia Surround Gaming mit nur einer Grafikkarte möglich (bei der vorherigen Generation wurde ein SLI-Setup benötigt). Wie bei der GTX 670 ist es auch mit der GTX 660 Ti Möglich ein Triple-SLI-Setup aufzubauen.

Technische Daten



HD 7970
HD 7950
GTX 670
GTX 680
Gainward Phantom GTX 660 Ti
unit
Codename
Tahiti
Tahiti
GK104
GK104
GK104
-
Process
28
28
28
28
28
nm
Transistors
4310
4310
3540
3540
3540
millions
Stream Procesors
2048 (4D)
1792 (4D)
1344 (1D)
1536 (1D)
1344 (1D)
-
Texture Mapping Units (TMUs)
128
112
112
128
112
-
Raster Operation Units (ROPs)
32
32
32
32
24
-
Core clock
925
800
915 Base + Boost
1006 Base + Boost
1006 Base + Boost
MHz
Shader clock
925
800
915 Base + Boost
1006 Base + Boost
1006 Base + Boost
MHz
Memory
3072 GDDR5
3072 GDDR5
2048 GDDR5
2048 GDDR5
2048 GDDR5
MB
Memory interface
384
384
256
256
192
Bit
Memory clock
2750
2500
3004
3004
3054
MHz x2 (DDR)
Memory bandwith
264000
240000
192256
211000
144200
MB/s
Shader-Model
5.0
5.0
5.0
5.0
5.0
-
Dual/Triple SLI/CF support
haken black /
/
/
/
/
-
Bus Technology
PCIe 3.0
PCIe 3.0
PCIe 3.0
PCIe 3.0
PCIe 3.0
-
Form Factor
Dual
Dual
Dual
Dual
Triple
slot
Preis

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