Neue Anklage gegen Kim Schmitz und seine Drahtzieher wegen angeblicher Datenbeschaffung

Gegen Kim Schmitz und Co werden neue Anklagepunkte vorgeworfen. So sollen die Drahtzieher der Megaupload-Plattform nicht nur bewusst raubkopierte Inhalte bereitgestellt haben, sondern auch Videos von anderen Plattformen kopiert und auf der eigenen bereitgestellt haben.

Zu den bisherigen Anklagepunkten fügte ein US-Gericht nun weitere hinzu. Laut dem Gericht sollen Angestellte des One-Click-Hosters gezielt auf anderen Plattformen nach Filmen, Musik und Software gesucht haben um diese bei Megaupload bereitzustellen. Damit sind Kim Schmitz und Co. nun in acht weiteren Punkten der Urheberrechtsverletzung und des elektronischen Datenbetrugs beschuldigt.

Zwei Beschuldigte sind derzeit auf Kaution in Freiheit. Kim Schmitz und vier weitere Drahtzieher sitzen weiterhin in Neuseeland und den Niederlanden in Untersuchungshaft und warten auf ihre Auslieferung in die USA. Trotz der neuen Anklagepunkte sehen die Anwälte der Beklagten keine Veranlassung, die Verhandlungsstrategie zu verändern. Megaupload sei stets nur eine Plattform gewesen, auf der Daten ausgetauscht wurden, die von den Anwendern auch hochgeladen wurden. Die Anklage will nun beweisen, dass die Megaupload-Inhaber selbst für einen großen Teil der Inhalte verantwortlich waren.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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