Apple verliert Streit um Push-Mail

Apple muss einen Rückschlag im Rechtsstreit gegen Google-Tochter Motorola hinnehmen. Der Hersteller verlor im Mannheimer Gericht den Prozess um eine Patentverletzung für die Zustellung von E-Mails via Push-Service.

Im Februar des aktuellen Jahres beschuldigte Motorola Mobility den Konkurrenten der Verletzung des europäischen Patents 0847654. In diesem Patent ist die „Statussynchronisierung einer Gruppe von Funkrufempfängern“ festgehalten. Weiter handelt es sich bei dem Patent um kein standard-essentielles Patent, wie es bei den beiden anderen Patentstreits der Fall ist.

Bereits vor dem Urteil schaltete Apple die Push-Zustellung von E-Mails auf iOS-Geräte ab, welche die Dienste iCloud und MobileMe nutzen. Für Anwender eines MobileMe-Accounts bedeutet das unter anderem der vorläufige Wegfall von Kontakt- und Kalenderdiensten. Push auf Computern oder von anderen Anbietern wie beispielsweise Microsoft Exchange Active Sync ist davon nicht betroffen. Diese Regelung gilt laut Apple nur innerhalb der Grenzen von Deutschland. Auf einer Support-Seite erklärt das Unternehmen den Umstand für seine Nutzer. Emails können natürlich weiterhin empfangen werden, allerdings nur noch in festgelegten Abrufintervallen oder beim Öffnen der Email-Applikation. Mit dem Push-Dienst passiert das hingegen automatisiert ohne Nutzereinwirkung.

Weiter soll Apple mit dem Urteil zur Zahlung von Schadensersatz an Motorola Mobility verpflichtet sein, eine Summe ist allerdings nicht bekannt. Apple hingegen hält das Patent von Motorola für ungültig und möchte gegen die Entscheidung vorgehen.
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Kategorie: Wirtschaft/Politik
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