Lian Li PC-V353

Quadratisch, praktisch, gut?

Seite 2: Hardwareeinbau und Betrieb

Der Hardwareeinbau in das PC-V353 startet mit dem Entfernen des Mainboardtrays. Dieser ist mit fünf Daumenschrauben an der Rückseite verschraubt und lässt sich durch das lösen dieser einfach aus dem Gehäuse ziehen. Im ausgebauten Zustand lassen sich dann Mainboard, CPU, Kühler, Speicher sowie die Steckkarten montieren. Bevor der fertig montierte Mainboardtray dann wieder ins Gehäuse geschoben wird, sollte zunächst die restliche Hardware im Gehäuse verbaut werden.



Die beiden Seitenteile lassen sich denkbar einfach abnehmen. Da diese nicht am Gehäuse verschraubt sind und durch einen Schnellverschluss gehalten werden, reicht es diese am hinteren Teil an der Lasche leicht raus zudrücken. Je nachdem wie das Gehäuse später stehen soll, muss nun entschieden werden ob das Frontpanel auf der rechten oder linken Seite verbaut sein soll. Ein Umbau geht hier aber sehr einfach von statten, lediglich zwei Schrauben müssen gelöst werden um das Panel auf der anderen Seite verbauen zu können. Weiter steht hier eine „Stealth-Mod“ Blende zur Verfügung, die das eigentliche Laufwerk verdeckt hält und nur die Laufwerksschublade ausfahren lässt. Wem das nicht gefällt, kann diese natürlich auch weglassen. Für die andere Seite liegt eine passende Aluminiumblende bei, die plan mit dem Seitenteil verschmilzt.

Für Festplatten zwei Schächte zur Verfügung, einmal im oberen Teil bei den Laufwerken und einmal im unten bei der Hardware. Jeder Schacht kann je eine 3,5 Zoll Festplatte sowie eine 2,5 Zoll SSD/Festplatte aufnehmen. Lian Li typisch werden die Festplatten mittels zwei Spezialschrauben samt Gummiring in den Schacht geschoben. Mit einer Blockierschiene werden diese dann gesichert.



Das Netzteil findet im oberen Teil des PC-V353 seinen Platz. Bei einem Gehäuse dieser Größe empfiehlt sich hier ein Modell mit modularem Kabelmanagement. Für unseren Test haben wir hier ein Corsair HX 650 verwendet, mit dem sich der Einbau, vor allem durch die Flachbandkabel, sehr einfach gestaltet hat. Bei größeren Grafikkarten und egal mit welchen Kabeln, sollte man hier aber darauf achten das diese ihre Stromanschlüsse hinten haben. Generell scheint die Aussparung des mittleren Gehäusebodens über den Steckkarten nicht optimal gewählt zu sein. Mit unserer Radeon HD 6970 als auch der Radeon HD 6870 im AMD Referenzdesign wurde es hier, trotz Flachbandkabel, sehr eng nach oben hin. Nur mit ein wenig Druck konnten wir die Grafikbeschleuniger unter dem Zwischenboden verstauen. Im Bereich der Länge fand selbst die lange Radeon HD 6970 ihren Platz in dem kleinen Gehäuse, 300mm sprechen hier eindeutig für sich.


Betrieb

Den Testbetrieb haben wir in der Grundkonfiguration vorgenommen, sprich keine zusätzlichen Lüfter installiert. Je nach Hardware muss man sich hier allerdings überlegen ob die Komponenten für einen derartigen Betrieb geeignet sind. Im Falle unseres Core i5 2500K samt AMD Radeon HD 6870 konnten wir im Bereich der Temperaturen keine Probleme feststellen.
Einmal eingeschaltet leuchtet die im Powerschalter versteckte blaue LED auf, die zum Glück keinen neuen Helligkeitsrekord brechen möchte. Dabei arbeitet das System, natürlich abhängig von der jeweiligen Hardware und Kühler, in einem Wohnzimmertauglichen Lautstärkerahmen. Selbst nach einer mehrstündigen Fifa 12 Gamesession konnten wir im Bereich der Temperaturen keinen Wärmestau oder andere Auffälligkeiten feststellen, da durch die zahlreichen Perforierungen die Abwärme ohne Probleme aus dem Gehäuse austreten konnte. Aber selbst mit zwei hochwertigen 120mm Lüftern sollte das Betriebsgeräusch weiter in einem akzeptablen Rahmen bleiben und eine Kühlung stärkerer Komponenten gewährleisten.
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Kategorie: Gehäuse
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