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Fractal Design Arc Midi Gehäuse im Test

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Das Arc Midi Gehäuse vom schwedischen Hersteller Fractal Design ist im klassischen Midi-Tower-Format und soll durch eine gute Kühlung in Kombination mit einer geringen Geräuschkulisse überzeugen. Ob dies auch in der Praxis gelingt werden wir auf den kommenden Seiten feststellen.

Geliefert wird das Fractal Design Arc Midi in einem stabilen Karton, der bereits von außen verrät was einen im Inneren erwartet. Zum Lieferumfang gehört neben dem gängigen Zubehör wie einem Handbuch, Kabelbindern, schwarzen Schrauben auch ein 5,25“-auf-3,5“-Adapter und sogar eine Lüftersteuerung. Der 5,25“-auf-3,5“-Adapter ermöglicht es 3,5“-Laufwerke wie beispielsweise einen Kartenleser in die Front zu integrieren. Die Lüftersteuerung ermöglicht es die drei mitgelieferten 140-mm-Lüfter stufenlos zu regeln und dadurch eine persönlich angenehme Lautstärke einzustellen. Die drei vorinstallierten Lüfter besitzen des Weiteren alle gesleevte Kabel und tragen somit zu einem aufgeräumten Innenraum bei.



Das Arc Midi bringt knapp 10 kg auf die Waage und liegt damit im Mittelfeld. Die Abmessungen des Midi-Towers betragen in der Breite 230 mm, in der Höhe 460 mm und in der Tiefe 515 mm. Infolgedessen ist selbst für einen Midi-Tower genügend Platz im Inneren vorhanden. Das XL-ATX-Format wird zwar nicht unterstützt aber für gängige Highend-Hardware ist dennoch genug Platz vorhanden.



Das Äußere des Fractal Arc Midi kann als äußerst gradlinig und schnörkellos bezeichnet werden. Gerade durch dieses minimalistische Design wirkt das Gehäuse hochwertig und edel. Dies trägt neben der guten Haptik zu einem guten Ersteindruck bei.



Die Start- und Resetknöpfe befinden sich im Deckel des Gehäuses. Des Weiteren befinden sich drei USB-Anschlüsse, von denen einer den USB 3.0-Standard unterstützt und Audio-Anschlüsse im Deckel.



In der Front lassen sich zwei 5,25“-Laufwerke unterbringen. Mittels des mitgelieferten Adapters ist es jedoch möglich ein 3,5“-Laufwerk in der Front zu platzieren. Durch diese Variante behält das Arc Midi seine Funktionalität, jedoch ohne auf ein klares Design verzichten zu müssen.



Intern finden ganze acht Laufwerke Platz. Hier ist es egal ob man 3,5“-Festplatten oder 2,5“-SSDs verwenden möchte. Die weißen Halterungsschlitten kommen mit beiden Typen zurecht. Die rotierenden 3,5“-Festplatten werden sogar entkoppelt auf den Schlitten fixiert um Vibrationen bereits im Keim zu ersticken. Der obere Festplattenkäfig ist dabei nicht fest in das Gehäuse integriert sondern kann rotiert oder gar ganz entfernt werden. Dies ist im Falle einer überlangen Grafikkarte beispielsweise von Nutzen.



In der Gehäusefront ist bereits ein 140-mm-Lüfter vorinstalliert. Dieser kann bei Bedarf um einen zweiten 140-mm-Lüfter in der Front ergänzt werden. Integrierte Staubfilter sorgen parallel für ein sauberes System. Der vorinstallierte Frontlüfter bläst dabei die Frischluft direkt durch den oberen Festplattenkäfig und sorgt dadurch für eine angemessene Kühlung der Massenspeicher. Ein weiterer der drei mitgelieferten Lüfter sitzt dabei im Deckel des Gehäuses während sich der dritte Lüfter an der Rückseite des Gehäuses befindet und die warme Luft aus dem Gehäuse heraus befördert.
Neben den drei mitgelieferten Lüftern können noch fünf weitere Lüfter im Gehäuse platziert werden. Im Deckel können beispielsweise zwei weitere Lüfter oder gar ein Radiator für eine Wasserkühlung untergebracht werden. Alles in allem kann der Anwender sein Kühlungskonzept genau nach seinen Wünschen anpassen.



Um das Innere des Arc Midi begutachten zu können müssen die beiden Seitenteile entfernt werden. Diese werden mit schwarzen Thumbscrews fixiert und können nach dem die Schrauben gelöst sind angenehm entfernt werden. Das linke Seitenteil ist übrigens in der Lage einen 120-/140-mm-Lüfter aufzunehmen. Ein Seitenteil mit vorinstalliertem Fenster suchen Modder jedoch vergeblich. Der Innenraum des Arc Midi ist in schwarz gehalten mit einigen weißen Akzenten. Die mitgelieferten Schrauben sind ebenfalls in schwarz und stören das einheitliche Gesamtbild des Innenraums nicht. Im Mainboard-Tray befindet sich der inzwischen gängige Ausschnitt um den aufwändige Prozessorkühler de-/montieren zu können ohne gleich das gesamte System auseinander bauen zu müssen.



Das Netzteil findet wie in den meisten modernen Gehäusen auf dem Boden seinen Platz. Fractal Design hat hier auf kompromisslose Entkoppelung gesetzt und setzt das Gehäuse auf vier Gummipads um es vom Gehäuseboden zu entkoppeln. Als weitere Endkopplungsmaßnahme ist der Netzteilausschnitt ebenfalls mit einer Art Gummi umrandet und entkoppelt dadurch das Netzteil von der Rückseite des Arc Midi. Frischluft zieht das Gehäuse durch ein Gitter im Gehäuseboden. Ein Staubfilter, der durch einen Schubladenmechanismus entfernt und gereinigt werden kann, schützt das Netzteil vor Staub.

Die beiden 5,25“-Laufwerke werden leider nicht mit einem „Tool-less“-Halterungssystem befestigt sondern mit konventionellen Thumbscrews. Dies ist allerdings kein Beinbruch und man wird durch die Verwendung von Thumbscrews anstatt normalen Schrauben etwas entschädigt. Die 3,5“-/2,5“-Laufwerke werden dagegen auf weißen Schlitten fixiert und in den Festplattenkäfig eingeschoben. Zu guter letzte wird jeder Schlitten einzeln von einer Thumbscrew fixiert. Dies sorgt zwar für einen bombenfesten Halt, allerdings dauert der Einbau auch länger als bei Werkzeuglosen Montagesystemen.



Die Erweiterungskarten werden ebenso mit Thumbscrews fixiert. An dieser Stelle ist dies auch eine gute Entscheidung, da viele Werkzeuglose Halterungssysteme mit dem Gewicht moderner Highend-Grafikkarten schlichtweg überfordert sind und keinen sicheren Halt mehr gewährleisten können. Die Befestigung mittels Thumbscrews ist also ein wünschenswerter Kompromiss aus schneller Montage und maximalem Halt der Erweiterungskarten. Insgesamt können sieben Erweiterungskarten im Fractal Design Arc Midi verbaut werden. Ein weiterer vertikaler Slot kann beispielsweise für die mitgelieferte Lüftersteuerung verwendet werden. Die maximale Grafikkartenlänge beträgt zirka 29 cm und kann mit ausgebautem Festplattenkäfig auf 47 cm erweitert werden.



Das Kabelmanagementsystem fällt positiv ins Auge. An allen wichtigen Stellen sind Kabeldurchführungen vorhanden, die mit stabilen und unempfindlichen Abdeckungen ausgestattet sind. Die Kabel können gut hinter dem Mainboard-Tray verlegt werden, da Fractal Design den Platz zwischen Seitenwand und Mainboard-Tray äußert großzügig dimensioniert hat. Selbst dicke Kabel wie das 24-pin-ATX-Kabel können problemlos verlegt werden. Aufgrund des guten Kabelmanagementsystems kann der Anwender den Innenraum gut strukturiert und ordentlich gestalten. Dies kommt der Optik und der Luftzirkulation zu Gute.

Technische Daten


Fractal Design Arc Midi
Abmessungen230 (B) x 460 (H) x 515 mm (T)
Gewicht10 kg
Mainboard-FormfaktorenATX, Micro-ATX, Mini-ATX
MaterialFront: Kunststoff
Body: Stahl
Kabelraum hinter Mainboardträger
30 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler180 mm
max. Erweiterungskartenlänge290 mm (470 mm bei entferntem HDD-Käfig)
Frontanschlüsse2 x USB
1 x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
Lüfterplätze2x 140 mm (Front, 1x vorinstalliert)
3x 140 mm (Deckel, 1x vorinstalliert)
1x 140 mm (Boden)
1x 140 mm (Seitenwand)
1x 140 mm (Rückseiten, vorinstalliert)
Laufwerksplätze2x 5,25" (extern)
8x 3,5"/2,5" (intern)



Verarbeitung

Die Verarbeitung des Fractal Arc Midi ist tadellos. Das Gehäuse wirkt durchgehend stabil, ist sauber lackiert und weist keinerlei Verarbeitungsmängel auf.
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