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Cooler Master HAF-XM im Test

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vorschau CoolerMaster Haf XM 2
Im heutigen Test prüfen wir das neue Cooler Master HAF-XM auf Herz und Nieren. Das HAF-XM stellt eine verkleinerte Version des populären HAF-X dar und soll vor allem durch ein leistungsstarkes Kühlsystem überzeugen. Des Weiteren ist das HAF-XM laut Hersteller Cooler Master besonders für Multi-GPU-Systeme geeignet und bietet darüber hinaus die Möglichkeit eine Vielzahl von Festplatten zu installieren.

Das HAF-XM wird in einem farbigen Karton geliefert, der in Verbindung mit Styropor eine stabile Verpackung ermöglicht. Zum Lieferumfang gehören neben den üblichen Schrauben, die allesamt schwarz lackiert sind, ebenfalls Kabelbinder und ein Speaker zur Diagnose während des Bootvorgangs. Des Weiteren sind drei Lüfter vorinstalliert. Dabei handelt es sich um einen 200-mm-Lüfter in der Front, einen 200-mm-Lüfter im Deckel und einen weiteren 140-mm-Lüfter an der Rückseite.


Bereits die Optik des HAF-XM verrät, dass es sich um ein Gaming-Gehäuse handelt.
Es bringt insgesamt 10,5 kg auf die Waage und wirkt alles in allem äußerst stabil. Die Abmessungen betragen dabei 252(B) x 530,5(H) x 579mm (T) und stellt somit sogar das zuletzt von uns getestete Nox Hummer Zero 3.0 in den Schatten. Infolgedessen ist das Platzangebot im Inneren alles andere als knapp bemessen. Unterstützt wird neben den gängigen Mainboard-Formaten wie Micro-ATX und ATX auch das E-ATX-Format. Somit lassen sich selbst große Gaming-Mainboard wie das ASUS Maximus V Extreme.


Die martialische Front, die aus Kunststoff und Mesh-Gitter besteht, erinnert an Gehäuse die im Military-Look gehalten sind. Hier entscheidet der subjektive Geschmack des Anwenders ob man begeistert oder abgeneigt gegenüber dem HAF-XM-Design ist. Das Farbschema des Cooler Master HAF-XM verzichtet gänzlich auf Kontraste und setzt auf einen einheitlich schwarzen Look. Im Innenraum führt Cooler Master dieses Schema fort und hält sämtliche Bauteile in einem matten schwarz.


Die Start- und Resetknöpfe befinden sich im Deckel des Gehäuses. Dazu gesellt sich ein weiterer Knopf mit dem die rote Beleuchtung des Frontlüfters an- und abgeschaltet werden kann. Unterhalb der Knöpfe im Deckel befinden sich vier USB-Schnittstellen. Näher betrachtet handelt es sich dabei um zwei gängige USB-2.0-Anschlüsse und zwei USB-3.0-Ports. Dazwischen befinden sich Audio-Anschlüsse um beispielsweise ein Headset anschließen zu können. Außergewöhnlich ist eine Art Ablagefach, dass in den Deckel integriert wurde und mit einer Gummimatte ausgelegt ist.


Die Front des HAF-XM bietet ein weiteres Feature. Genauer gesagt hat Cooler Master zwei sogenannte X-Dock-Bays unterhalb der drei 5,25-Zoll-Einbauschächte verbaut. Hierbei handelt es sich um zwei Wechselrahmen für jeweils ein 3,5-Zoll-Laufwerk. Möchte man die gesamte Front entfernen, müssen zuerst die beiden X-Dock-Bays entfernt werden.


Kommen wir nun zum Innenleben des Cooler Master HAF-XM. Als erstes müssen selbstverständlich die wuchtigen Seitenteile entfernt werden. Diese werden mit jeweils zwei handelsübliches Thumbscrews fixiert. Das linke Seitenteil wird zusätzlich durch einen Haltemechanismus fixiert. Hat man die Seitenteile entfernt kommt der mattschwarze Innenraum zum Vorschein. Ins Auge stechen hier neben den zahlreichen Festplatteneinschüben vor allem der große Ausschnitt im Mainboard-Tray und eine Art Abdeckung auf dem Gehäuseboden, auf die wir später näher eingehen werden.


Insgesamt können drei 5,25“-Laufwerke in der Front eingebaut werden. Die Laufwerke werden dabei mittels eines Werkzeuglosen Halterungssystems befestigt. Des Weiteren befinden sich zwei X-Dock genannte Wechselrahmen in der Front, die mit 3,5-Zoll-Laufwerken bestückt werden können. Dadurch hat man einen schnellen Zugriff auf beispielsweise die System-SSD oder zwei mechanische Datenlager. Intern bietet das Cooler Master HAF-XM Platz für sechs 3,5“- beziehungsweise 2,5“-Laufwerke. Die Laufwerke werden in Verbindung mit Halterungsschlitten eingeschoben und arretiert.


Das Netzteil wird wie heutzutage üblich auf dem Boden des Gehäuses verschraubt und auf zwei länglichen Gummistreifen platziert um es vom Gehäuseboden zu entkoppeln. Im Gegensatz zum Nox Hummer Zero 3.0 verzichtet Cooler Master auf eine Umrandung des Netzteilausschnitts um es von der Rückseite zu entkoppeln. Frischluft zieht das Gehäuse durch ein Gitter im Gehäuseboden. Ein Staubfilter soll dabei verhindern, dass das Netzteil mit der Zeit verstaubt. Der Filter besitzt allerdings keinen Schubladenmechanismus zur Reinigung. Infolgedessen muss jedes mal das Netzteil entfernt werden, falls eine Filterreinigung ansteht. Hier wäre ein Schubladenmechanismus definitiv wünschenswert gewesen.


Die acht Erweiterungskarten werden mit schwarzen Thumbscrews fixiert. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass dies immer noch eine gute Option ist, die den wackligen, Werkzeuglosen Halterungsmechanismen in vielen aktuell erhältlichen Gehäusen überlegen ist. Die maximale Grafikkartenlänge beträgt zirka 36 cm und ermöglicht somit den Einbau fast jeder erhältlichen Grafikkarte. Entfernt man den Festplattenkäfig stehen sogar ganze 46 cm bereit.


Das von Cooler Master beworbene Kühlsystem besteht aus drei vorinstallierten Lüftern. Dabei handelt es sich wie bereits erwähnt um einen rot beleuchteten 200-mm-Frontlüfter, einen 200-mm-Lüfter im Deckel und einen 140-mm-Lüfter an der Rückseite. Alternativ kann der Frontlüfter durch zwei 120-mm- oder eine 140-mm-Lüfter ersetzt werden. Der Deckellüfter kann dagegen durch zwei 120-mm- oder zwei 140-mm-Lüfter ausgetauscht werden. Infolgedessen kann auch eine Wasserkühlung intern verbaut werden. Schlauchausschnitte an der Rückseite erlauben darüber hinaus problemlos die Installation einer externen Wasserkühlung.


Des Weiteren verfügt das Cooler Master XM über ein ausgeklügeltes Kabelmanagementsystem. Es gibt zahlreiche Kabeldurchführungen, die mit stabilen Gummiabdeckungen verschlossen werden. Die zu versteckenden Kabel können unsichtbar hinter dem Mainboard-Tray verlegt werden, da insgesamt mehr als 2 cm Platz verfügbar sind. Es können selbst dicke Kabelstränge problemlos verstaut werden ohne dass es Probleme gibt die Seitenwand zu schließen. Somit kann der Anwender ein gutes Kabelmanagement aufbauen, was zum einen der Optik und zum anderen der Luftzirkulation zu Gute kommt. Besonders die bereits erwähnte Abdeckung auf dem Gehäuseboden fällt wirklich positiv auf. Sie dient dazu ungenutzte Kabelstränge des Netzteils zu verstecken. Sobald das Netzteil verbaut und alle nötigen Kabel verlegt sind, kann bequem die Abdeckung installiert werden. Dadurch wirkt das gesamte System um einiges aufgeräumter.


Technische Daten


Cooler Master HAF-XM
Abmessungen252 (B) x 530,5 (H) x 579 mm (T)
Gewicht10,5 kg
Mainboard-FormfaktorenE-ATX, ATX, Micro-ATX
MaterialStahl, Kunststofffront
Kabelraum hinter dem Mainboard-Tray20 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler195 mm
max. Erweiterungskartenlänge364 mm (463 mm bei entferntem HDD-Käfig)
Slots für Erweiterungskarten8
Frontanschlüsse2x USB 2.0
2x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
Lüfterplatze1x 200 mm (Front, vorinstalliert) oder 2x 120 mm
1x 140 mm (Rückseite, vorinstalliert) oder 1x 120 mm
1x 200 mm (Deckel,vorinstalliert) oder 2x 120/140 mm
Laufwerksplätze3x 5,25 Zoll (extern)
2x 2,5/3,5 Zoll (X-Dock Wechselrahmen)
6x 2,5/3,5 Zoll (intern)
BesonderheitenBeleuchtung des Frontlüfters abschaltbar, Netzteilabdeckung



Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es nicht zu kritisieren. Das gesamte Gehäuse wirkt wuchtig und stabil. Die Lackierung im Innenraum ist äußerst sauber aufgetragen und auch ansonsten gibt es keinen Grund für Kritik. Lediglich die massive Kunststofffront wird nicht jedem gefallen. Dies ist allerdings eher eine Geschmackssache und hat nichts mit der generellen Verarbeitung des HAF-XM zu tun.
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