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Inter-Tech A6 Superior-RTX im Test

Seite 1: Einleitung

Bei dem A6 Superior-RTX von Inter-Tech handelt es sich um günstiges Gaming-Gehäuse. Es soll vor allem durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und ein alternatives Layout im Innenleben Punkte sammeln. Ob dies dem Lowbudget-Gehäuse in der Praxis gelingt, zeigt sich in unserem Review.

Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass das A6 Superior-RTX anders ist als die meisten Gehäuse dieser Preisklasse. Das Mainboard wird nämlich kopfüber verbaut. Da die entstehende Abwärme nach oben steigt, kann diese mit den im Deckel installierten Lüfter einfach abgeführt werden.


Das Inter-Tech Superior-RTX erreichte unsere Redaktion in einem braunen Karton. Im Inneren wird das Gehäuse mittels Styropor fixiert und vor Transportschäden gesichert. Zum Lieferumfang gehören neben den drei vorinstallierten, beleuchteten Lüftern das übliche Zubehör: Schrauben, Kabelbinder und ein Speaker zu Hardware. Ein Handbuch ist nicht dabei, wird allerdings aufgrund des einfachen Aufbau des Gehäuses, auch nicht wirklich vermisst.


Nun kommen wir zum eigentlichen Gegenstand des Tests: dem Gehäuse. Mit 5,7 kg ist das Gehäuse ein echtes Leichtgewicht und eignet sich gut für den Besuch einer LAN-Partys. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Stahl. Lediglich die Front und der Deckel bestehen aus Hartplastik. Des Weiteren besitzt das rechte Seitenteil ein vorinstalliertes Window. Die Abmessungen des Inter-Tech A6 Superior-RTX betragen 200 (B) x 485 (H) x 470 (T) mm und bewegt sich damit innerhalb der für Midi-Tower üblichen Maße. Unterstützt wird neben dem obligatorischen ATX-Format auch das Micro-ATX-Format.


Die Front des Gehäuses wird von Meshgitter und blauen Elementen dominiert. Die Laufwerksschächte, sowie der untere Teil des Gehäuses sind komplett mit Meshgitter überzogen. Des Weiteren befinden sich in der unteren Hälfe der Front zwei blaue,vertikal verlaufende Zierelemente, die mit einer Beleuchtung ausgestattet wurden. Die Start- und Resetknöpfe sind ebenfalls blau. Zwischen den Knöpfen befindet sich neben den Audio-Ports jeweils ein USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss. Die Farbe blau wird immer wieder aufgegriffen und dient als Kontrastfarbe zum Rest des Gehäuses, das ansonsten durchgängig schwarz lackiert wurde.


Insgesamt können drei 5,25“-Laufwerke extern verbaut werden. Die ungenutzten Laufwerkslots werden von Meshgitter-Blenden verdeckt. Ein 3,5“-Laufwerk kann dagegen nicht extern verbaut werden. Entfernt man die Frontblende kommt ein Platz für einen 120-mm-Lüfter zum Vorschein.


Kommen wir nun zum Interior des A6 Superior-RTX. Zu erst müssen natürlich die beiden Seitenteile entfernt werden. Da hier Thumbscrews zum Einsatz kommen, geht die Demontage schnell vonstatten. Der Innenraum des A6 Superior-RTX ist in schwarz und blau gehalten. Ein erfrischende Kombination. An sich ist das Gehäuse schwarz, während der Mainboard-Tray und Elemente der Werkzeuglosen Haltemechanismen blau lackiert wurden. Im Mainboard-Tray befindet sich der inzwischen gängige Ausschnitt um den Prozessorkühler de-/montieren zu können ohne gleich das gesamte System auseinander bauen zu müssen.


Intern können insgesamt acht 3,5-Zoll-Laufwerke untergebracht werden. Vier davon können mit dem integrierten Haltemechanismus Werkzeuglos eingebaut werden. Die restlichen vier müssen mit konventionellen Schrauben befestigt werden. Ein Adapter zur Montage eines 2,5-Zoll-Laufwerks ist ebenfalls mit an Bord und bereits in einem 3,5-Zoll-Schacht untergebracht. Die 5,25-Zoll-Laufwerke werden ebenfalls mit einem Werkzeuglosen Halterungsmechanismus verbaut. Auf eine Entkopplung der Laufwerke wird leider gänzlich verzichtet.


Insgesamt sind bereits drei 120-mm-Lüfter vorinstalliert. Alle Lüfter verfügen über eine blaue LED-Beleuchtung und werden mit einem 4-Pol-Molexstecker angeschlossen. Zwei der vorinstallierten Lüfter befinden sich im Deckel des Gehäuses und sollen die nach oben steigende, warme Luft aus dem Gehäuse heraus transportieren. Der dritte Lüfter befindet sich an der Rückseite. Wem das noch nicht genug ist, kann noch drei weitere Lüfter installieren. An der Front befindet sich ein Platz für einen 120-mm-Lüfter, während die anderen beiden Lüfter am rechten Seitenteil montiert werden können.


Die Erweiterungskarten werden mit herkömmlichen Schrauben fixiert. Eine Befestigung mit Thumbscrews wäre allerdings angenehmer gewesen. Insgesamt können sieben Erweiterungskarten im Superior-RTX verbaut werden. Selbst lange Grafikkarten (320 mm) können im RTX eingesetzt werden.

Das Netzteil wird auf dem Gehäuseboden platziert. Ein Ausschnitt im Gehäuseboden, der mit einem Staubfilter ausgestattet ist, ermöglicht es dem Netzteil frische Luft anzusaugen. Hier wurden leider keine Maßnahmen ergriffen, dass Netzteil vom Rest des Gehäuses zu entkoppeln.

Inter-Tech hat versucht ein Kabelmanagementsystem zu spendieren. Grundsätzlich eine zu begrüßende Idee, jedoch hätte der Platz zwischen Mainboard-Tray und Seitenwand unserer Meinung nach um einiges größer sein müssen um die Kabel komfortabler verlegen zu können. Zwischen den dem Mainboard-Tray und der Seitenwand sind lediglich 5 mm Platz vorhanden. Bei dicken Kabelsträngen kommt es durchaus zu Problemen die Seitenwand wieder zu schließen, da die Kabel überstehen.


Technische Daten


Inter-Tech A6 Superior-RTX
Abmessungen200 (B) x 485 (H) x 470 mm (T)
Gewicht5,7 kg
Mainboard-FormfaktorenATX, Micro-ATX
MaterialStahl
Kabelraum hinter dem Mainboard-Tray5 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler160 mm
max. Erweiterungskartenlänge320 mm
Slots für Erweiterungskarten7
Frontanschlüsse1x USB 2.0
1x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
Lüfterplatze1x 120 mm (Front, optional)
1x 120 mm (Rückseite, vorinstalliert)
2x 120 mm (Deckel,vorinstalliert)
2x 120 mm(Seitenwand, optional)
Laufwerksplätze3x 5,25 Zoll (extern)
8x 3,5 Zoll (intern)
1x 2,5 Zoll (intern)
BesonderheitenBlau beleuchtete Zierelemente in der Front


Verarbeitung

Die Verarbeitung ist für ein Gehäuse der Lowbudget-Klasse in Ordnung. Hier leistet sich das Inter-Tech A6 Superior-RTX keine groben Schnitzer. Alles ist sauber lackiert, scharfe Kanten konnten wir nicht finden und die allgemeine Stabilität des Chassis ist in Ordnung. Die Seitenwände sind allerdings etwas fragil und lassen sich leicht biegen.
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