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Fractal Design Define Mini im Test

Seite 1: Einleitung

Mit dem Define Mini bringt der schwedische Hersteller Fractal Design einen kleiner Ableger der Define-Baureihe auf dem Markt. Das Define Mini ist explizit für Micro- und Mini-ATX-Mainboards entworfen worden und unterstützt den normalen ATX-Formfaktor nicht. Das Gehäuse soll durch das puristische,edle Design in Kombination mit einer geringen Geräuschkulisse und einer hohen Funktionalität überzeugen. Inwiefern dies in der Praxis gelingt, wird sich in unserem Review zeigen.

Bereits auf den ersten Blick wirkt das Define Mini edel. Das minimalistische Design, das gänzlich auf jegliche Verschnörkelungen verzichtet, wird durch eine schnörkellose Fronttür abgeschlossen. Im Gegensatz zu manchem Gamer-Gehäuse, das mehr an einen Transformer als an ein PC-Gehäuse erinnert, ist das Define Mini eine wahre Augenweide.


Geliefert wird das Fractal Design Define Mini in einer äußerst stabilen Verpackung. Um den eigentlichen Karton herum, der das Gehäuse beherbergt, befindet sich eine schwarze Plastikfolie, die den Karton vor Feuchtigkeit schützen soll. Der Karton an sich ist mit Paketband aus Plastik und Profilen aus festem Karton zusätzlich stabilisiert. So verpackt kann während des Versands kaum noch etwas schief gehen. Der Lieferumfang des Define Mini umfasst neben den obligatorischen Schrauben, Kabelbindern und dem Handbuch noch eine Blende um ein 3,5“-Laufwerk in einem 5,25“-Schacht verbauen zu können und eine stufenlos regelbare Lüftersteuerung.


Das Gehäuse an sich bringt 9,5 kg auf die Waage. Damit handelt es sich zwar nicht um ein Leichtgewicht, allerdings sind alle Gehäuseteile aus einem stabilen Material und dies wiegt nun mal etwas mehr. Der Korpus an sich besteht aus Stahl während die Frontpartie aus Hartplastik besteht. Die Abmessungen des Define Mini betragen 210 (B) x 395 (H) x490 (T) mm und bewegen sich damit im üblichen Bereich eines Midi-Tower-Gehäuses. Wie bereits erwähnt, werden lediglich Micro- und Mini-ATX-Mainboards unterstützt. Normale ATX-Mainboards bleiben, wie der Name des Gehäuses bereits erahnen lässt, außen vor.


Die Front des Gehäuses wird durch eine stabile, schwarze Tür verdeckt. Die Tür kann als glatte Platte beschrieben werden, die nur an der Oberkante eine kleine Ausbuchtung für die Power-LED besitzt. Dadurch wirkt das Gehäuse unheimlich edel, weil einfach. Des Weiteren besitzt die Tür auf der Innenseite eine Schalldämmung um Geräusche aus dem Inneren zu verringern.
Auch alles was sich hinter der Tür befindet ist gänzlich schwarz. Auf farbige Akzente wird konsequent verzichtet. Die Laufwerksschächte im Inneren und die Lüfterabdeckungen im unteren Bereich der Front besitzen lediglich horizontal verlaufende Schlitze, damit Luft in den Innenraum des Gehäuses gelangen kann. Das I/O-Panel, das zwei USB 2.0- und einen USB 3.0-Port und Audio-Buchsen umfasst, ist wie der Startknopf oben in der Gehäusefront untergebracht. Der Resetknopf dagegen befindet sich hinter der Fronttür, rechts neben dem oberen 120-mm-Lüfter.


Insgesamt können zwei 5,25“-Laufwerke extern verbaut werden. Die ungenutzten Laufwerksslots werden von schicken Blenden verdeckt, die sich einfach durch ein Halterungssystem an der rechten Seite entfernen lassen. Ein 3,5“-Laufwerk kann dagegen nicht nativ extern verbaut werden. Eine Adapterblende für einen 5,25“-Schacht, die sich im Lieferumfang befindet, schafft allerdings Abhilfe.


Kommen wir nun zum Interior des Fractal Design Define Mini. Zu erst müssen die beiden Seitenwände entfernt werden. Hier kommen Thumbscrews zum Einsatz. Infolgedessen geht die Demontage schnell vonstatten. Auffällig ist hier die Schalldämmung, die an den Innenseiten beider Seitenwände montiert ist. Der Innenraum Define Mini ist, wie der Rest des Gehäuses, nicht komplett schwarz. Das an sich schwarze Interieur wird durch weiße Akzente edel abgerundet. Im Mainboard-Tray befindet sich der inzwischen gängige Ausschnitt um den aufwändige Prozessorkühler de-/montieren zu können ohne gleich das gesamte System auseinander bauen zu müssen.



Intern können insgesamt sechs 2,5/3,5-Zoll-Laufwerke untergebracht werden. Die Laufwerke werden auf Schlitten verschraubt, die dann in den Festplattenkäfig eingeschoben werden können. Mechanische Festplatten im 3,5“-Format werden auf Gumminoppen verschraubt um diese vom Rest des Gehäuses zu entkoppeln. Eine Besonderheit ist hier der entfernbare, obere Festplattenkäfig. Benötigt man nicht alles sechs Festplattenkäfige kann der obere Festplattenkäfig einfach ausgebaut werden um beispielsweise einer überlangen Grafikkarte Platz zu machen. Die 5,25-Zoll-Laufwerke werden dagegen mit konventionellen Schrauben montiert. Auf eine Entkopplung der Laufwerke wird leider verzichtet.


Insgesamt sind zwei 120-mm-Lüfter vorinstalliert. Die Lüfter drehen bei 12 Volt mit 1200 rpm und besitzen weiß lackierte Rotoren. Ein Lüfter befindet sich in der Front und saugt kalte Luft von außen an. Der zweite Lüfter befindet sich an der Rückseite und befördert wiederum die warme Luft aus dem Innenraum nach draußen.
Wem das noch nicht genug ist, kann noch vier weitere Lüfter im Define Mini unterbringen. An der Front befindet sich ein Platz für einen 120-mm-Lüfter, auf dem Boden ist ein weiterer Platz für einen 120-mm-Lüfter, während im Deckel und im linken Seitenteil ein 120/140-mm-Lüfter verbaut werden kann. Staubfilter für die Frontlüfter und dem Lüfterplatz am Boden sind bereits von Haus aus installiert. Die mitgelieferte Lüftersteuerung kann bis zu drei Lüfter regeln und wird an der Rückseite des Gehäuses montiert.


Die Erweiterungskarten werden mit herkömmlichen Schrauben fixiert. Eine Befestigung mit Thumbscrews wäre allerdings angenehmer gewesen. Insgesamt können vier Erweiterungskarten im Define verbaut werden. Ein weiterer, vertikal positionierter Slot soll die mitgelieferte Lüftersteuerung aufnehmen. Standardmäßig kann das Define Mini Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 260 mm aufnehmen, wird jedoch der obere Festplattenkäfig entfernt wächst das Platzangebot auf 400 mm an.


Das Netzteil wird auf dem Gehäuseboden platziert. Genauer gesagt wird das Netzteil auf vier Gummipuffern installiert, die es vom Boden entkoppeln sollen. Eine weitere Entkopplungsmaßnahme ist der ebenfalls mit Gummi umrandetete Ausschnitt in der Rückwand. Ein Ausschnitt im Gehäuseboden, der mit einem Staubfilter ausgestattet ist, ermöglicht es dem Netzteil frische Luft einzusaugen.

Ein Kabelmanagementsystem wurde ebenfalls integriert. Insgesamt befinden sich sechs, mit Gummiabdeckungen versehene, Kabeldurchführungen im Mainboard-Tray. Der Platz hinter dem Tray reicht aus um die Kabel gut verlegen zu können. Etwas mehr Platz hätte zwar nicht geschadet, ist aber auch nicht zwingend notwendig.


Technische Daten


Fractal Design Define Mini
Abmessungen210 (B) x 395 (H) x 490 mm (T)
Gewicht9,5 kg
Mainboard-FormfaktorenMicro-ATX, Mini-ATX
MaterialStahl, Kunststofffront mit Tür
Kabelraum hinter dem Mainboard-Tray15 mm
Max. Bauhöhe CPU-Kühler165 mm
max. Erweiterungskartenlänge260 mm (400 mm bei entferntem HDD-Käfig)
Slots für Erweiterungskarten4+1
Frontanschlüsse2x USB 2.0
1x USB 3.0
Front Audio (In/Out)
Lüfterplatze2x 120 mm (Front, 1x vorinstalliert)
1x 120 mm (Rückseite, vorinstalliert)
1x 120/140 mm (Deckel, optional)
1x 120/140 mm (Seitenwand, optional)
1x 120 mm (Boden, optional)
Laufwerksplätze2x 5,25 Zoll (extern)
6x 2,5/3,5 Zoll (intern)
BesonderheitenSchalldämmung
Lüftersteuerung



Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Define Mini gibt es absolut nichts zu beanstanden. Die konsequent gute Qualität des Exterieurs setzt sich im Interieur ausnahmslos fort. Die Seitenwände sind stabil und verwindungssteif und lackiert beziehungsweise pulverbeschichtet. Auch die Tür der Front ist gut verarbeitet und wirkt aufgrund des Gewichts nicht fragil.
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