Technic3D Review Kühler

Alpenföhn K2 CPU-Kühler im Test

Seite 1: Alpenföhn K2 CPU-Kühler

Kühlerspezialist EKL ist bekannt dafür, die Alpenföhn Produkte beispielsweise nach Gebirgen zu benennen. Da macht der K2 keine Ausnahme, beschreibt der Name doch den faktisch zweit höchsten Berg der Erde. Der Name ist Programm. Unser K2 ist ein echter Berg von Kühler und bringt so ziemlich alles mit was es braucht um den Gipfel der Kühlercharts zu erstürmen. Doch ob der hohe Materialeinsatz sich auch bezahlt macht? Wir klären auf und lassen den Kühl-Berg gegen die etablierte Konkurrenz antreten.

EKL Alpenföhn konnte bereits mit dem Matterhorn im Test überzeugen und Gold einstreichen. Diesmal haben wir mit dem K2 einen nochmals stärkeren Vertreter des Herstellers zur Verfügung gestellt bekommen. Damit es dem High-End-Kühler nicht langweilig wird, darf er gegen hochkarätige Top-Kühler wie den Genesis oder den Super Mega von Prolimatech antreten. Weiter haben wir den großen Mine 2, den Klassiker Mugen 3 sowie das Kühlmonster Susanoo von Scythe. Fehlen dürfen bei der Erstürmung der Kühlercharts natürlich auch der Leisetreter Dark Rock Advanced von be quiet!, der HAVIK von NZXT und der Macho HR-02 von Thermalright nicht. Doch auch zwei kompakte Wasserkühler sind wieder zu Gast in unserem Test. Zu guter Letzt haben wir mit Hyper 212 EVO, Hyper TX3 EVO, Hyper 412S sowie GeminII M4 noch fast die ganze Cooler Master Familie eingeladen.


Für eine ausreichende Belüftung des K2 CPU-Kühler ist schon mal gesorgt, bietet der Alpenföhn K2 doch Montagemöglichkeiten für bis zu drei 120- oder gar 140-mm-Lüfter. Der 1.355 Gramm (inklusive Lüfter) schwere Kühler ist ein echter Koloss. Seine enorme Größe von 146 x 154 x 160 Millimetern sorgt jedoch bei Besitzern kleiner Gehäuse für tiefe Sorgenfalten. Eine Besonderheit des K2 ist sicher das Design der zwei großen Tower-Einheiten, dass sich mit seinen Erhebungen und Vertiefungen gekonnt in Szene setzt. Das spezielle Design des Tower-Kühlers soll jedoch auch für gute Kühlleistungen sorgen. Laut EKL wurde hier zum ersten Mal die sogenannte MnTal-Airow Technology (Minimized noise Transfer at low -Airow Technology) verwendet. Durch die besondere Lamellenstruktur kann der Volumenstrom zwischen den einzelnen Lamellen optimiert werden, wodurch die Abwärme noch effizienter abgeführt werden kann, gibt der Hersteller an.
Doch auch sonst kann der vernickelte Kühler überzeugen. Auf beiden Tower-Einheiten wurde ein kleines Alpenföhn-Logo eingestanzt. Die Vernickelung ist sehr gut gelungen und weist keinerlei Fehler auf. Auch die acht U-förmig gebogenen 6-mm-Heatpipes, welche vom Boden in die zwei Kühltürme verlaufen, geben keinen Anlass zur Kritik. Jeder der beiden Kühltürme besteht aus 49 Aluminiumlamellen (98 insgesamt), die ebenfalls von einer schicken Nickelschicht überzogen wurden. Zudem sind, wie es sich für diese Preisklasse gehört, alle Kontaktstellen zwischen Kühllamellen, Heatpipes sowie der Grundplatte miteinander verlötet. Weiter ist noch die absolut plane und glänzend polierte Bodenplatte zu erwähnen. Alles in allem macht der K2 von EKL Alpenföhn also einen absolut hochwertigen Eindruck und gibt uns, bis auf seine ausladenden Maße, keinen Grund zu klagen.



Sehen wir uns nun einmal die beigelegten Lüfter genauer an. Der hauseigene Wing Boost 140 bringt ein Gewicht von 142 Gramm auf die Waage und besitzt, dank angepasstem Rahmen, entkoppelte 120-mm-Montagebohrungen. Der 140-mm-Lüfter soll dabei einen Luftdurchsatz von 61,59 CFM bei 10 bis 19,4 dB(A) bieten. Der Wing Boost 120 ist hingegen 164 Gramm schwer und hat einen normalen Lüfterrahmen, welcher jedoch ebenfalls entkoppelt ausgeführt wurde. Der 120-mm-Lüfter soll einen Durchsatz von 63,88 CFM bei 8 bis 24,8 dB(A) bieten. Der schwarz-weiße Kunststoffrahmen sowie die neun dunklen Lüfterblätter wirken bei beiden Modellen ordentlich verarbeitet und geben keinen Anlass zur Kritik. Eine LED-Beleuchtung gibt es nicht, dafür wurden aber die Kabel mit einem schwarzen und vor allem blickdichten Gewand ummantelt. Beide Lüfter werden mit einem 4Pin-Anschluß an das Mainboard angeschlossen.
Weiter bieten die beiden "Wing Boost" Lüfter eine variable Anpassung der Drehzahlen per Pulsweitenmodulation. Der 120-mm-Lüfter arbeitet dabei mit Drehzahlen von 500 bis 1.500 U/Min, wohingegen der 140-mm-Lüfter bei Drehzahlen von 300 bis 1.100 U/Min agiert. Den Alpenföhn-Lüftern liegt zur weiteren Drosselung noch ein 7-Volt-Spannungsadapter bei. Außerdem ist in das Kabel des 120-mm-Modells ein Y-Adapter integriert, sodass beide Lüfter zusammen an einen Anschluss des Mainboards angeschlossen werden können, was uns sehr gut gefallen hat.




Technische Angaben
Maße146 x 160 x 154 mm (BxHxT)
Gewicht1.049 Gramm (ohne Lüfter)
Lüfter1x 120mm + 1x 140mm
Lautstärke 120mm8 – 24,8 dB(A)
Lautstärke 140mm10 - 19,4 dB(A)
Maße Lüfter 120mm120 x 120 x 25mm
Maße Lüfter 140mm140 x 140 x 25mm
Luftdurchsatz 120mm 108,6 m³/h
Luftdurchsatz 140mm104,7 m³/h



Kompatibilität
IntelLGA 775/1366/1156/1155/2011 Mounting Kit benötigt
AMDSockel AM2/AM2+/AM3/AM3+/FM1





Dem Zubehörpaket liegen, neben dem 7-Volt-Adapter, acht Halteklammern (Federstahlbügel) für die Montage von 120-mm-Lüftern bei. Auf Klammern für 140-mm-Lüfter wurde leider verzichtet. Hier hätten wir uns mehr Lüfter-Montagemöglichkeiten gewünscht. Unterstützt werden die Intel Sockel 775, 1155, 1156, 1366 und mit optionalem Mounting Kit auch Sockel 2011. Ein AMD-Montagekit liegt ebenfalls bei und so kann der K2 auch auf den Sockeln AM2, AM2+, AM3, AM3+ und FM1 von AMD montiert werden. Neben den Montagekits finden sich noch Wärmeleitpaste und eine Kurzanleitung im Lieferumfang.


Lieferumfang


Kühleinheit/Lüfterhaken black / haken black x2
Wärmeleitpaste
Lüfter Adapterkabel
Befestigung Lüfter Klammer x8
Montage-Kit für Intel
Montage-Kit für AMD
Drehzahlregulierung stufenloskreuz black
Drehzahlregulierung mit Stufen
Drehzahlregulierung PWM
Vibrationsdämpfer
Anleitung

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