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AMD A10-7850K Kaveri APU im Test

Seite 1: AMDs Kaveri Prozessoren im Detail

Gut ein halbes Jahr nach dem letzten Update seiner APUs bringt AMD mit den Kaveri Modellen das nächste umfangreiche Update. Neben der GCN Architektur für die GPU, hat auch der CPU-Teil mit Steamroller ein Architektur-Update erfahren. Wir haben uns das Topmodell A10-7850K genauer angesehen.

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AMD A10-7850K

Neben dem A10-7850K hat AMD bisher noch ein weiteres Modell in petto, den kleineren A10-7700. Beide Modelle setzen, wie bereits die Richland Vorgängern auf zwei Module mit je zwei Kernen. Mit den Kaveri APUs debütiert auch die optimierte Steamroller X86 Architektur, welche den geringeren Takt von 3,7 GHz beziehungsweise 4,0 GHz mit Turbo wieder wett machen soll, konnte der Vorgänger doch noch auf jeweils 400 MHz mehr zurückgreifen. Mit dem geringeren Takt einher geht auch eine gesenkte Leistungsaufnahme, so dass AMD die TDP – wenn auch nur gering – um fünf Watt auf 95 Watt verringern konnte. Ein Modell mit deutlich geringerer TDP, im Bereich von 65 und 45 Watt könnte hier noch folgen.

Auch im Bereich der Grafikeinheit haben die APUs ein Update erfahren und setzen jetzt wie die diskreten Modelle von AMD auf die Graphics-Core-Next (GCN) Architektur. Entsprechend benennt AMD die integrierte Grafikeinheit in einem ähnlichen Schema, im A10-7850K kommt somit eine Radeon R7 mit acht Computing Cores zum Einsatz.

Sowohl GPU, als auch CPU bekommen einen Dual-Channel Speicher mit DDR3 2133 Geschwindigkeit zur Seite gestellt.

Die Kaveri Prozessoren setzen auf den schon seit einiger Zeit verfügbaren und zu FM2 Prozessoren kompatiblen FM2+ Sockel. Mit dem neuen Sockel kam auch eine aktuellere aber nur geringfügig verbesserte Chipsatz-Version A88X, die wir mit dem Gigabyte G1.Sniper A88X bereits im Test hatten.

Preislich siedelt AMD die Kaveri Modelle mit knapp 160 Euro etwa 30 Euro über dem Vorgänger an.

ModellCPU TaktTurboArchitekturTDPL2 CacheKerneMax DDR3GPUGPU
Takt
Preis
A10-7850K3,7 GHz4,0 GHzSteamroller95 W4 MiB42133Radeon R7 8 CU720 MHz
A10-7700K3,4 GHz3,8 GHzRadeon R7 6 CU
A8-76003,3 GHz3,8 GHz65 W / 45 W-
A10-6800K4,1 GHz4,4 GHzPiledriver100 WRadeon HD 8670D844 MHz
A10-67003,7 GHz4,3 GHz65 W1866
A8-6600K3,9 GHz4,2 GHz100 WRadeon HD 8570D
A8-65003,5 GHz4,1 GHz65 W800 MHz
A6-6400K3,9 GHz4,1 GHz1 MiB2Radeon HD 8470D
A10-5800K3,8 GHz4,2 Ghz100 W4 MiB4Radeon HD 7660D
A10-57003,4 GHz4,0 GHz65 W
A8-5600K3,6 GHz3,9 GHz100 WRadeon HD 7560D760 MHz
A8-55003,2 GHz3,7 GHz65 W
A6-5400K3,6 GHz3,8 GHz2 MiB2Radeon HD 7540D
A4-53003,4 GHz3,6 GHz1600Radeon HD 7480D723 MHz
A8-3870K3,0 GHz-Llano100 W4x 1MiB41866Radeon HD 6550D600
A8-38502,9 GHz
A6-3670K2,7 GHzRadeon HD 6530D443
A6-36502,6 GHz



Execution UnitsArchitekturDirectXShader Model
Radeon R7 (8 CU)512 (1D)GCN11.25.0
Radeon R7 (6 CU)384 (1D)
Radeon HD 8670D96 (4D)VLIW411.0
Radeon HD 8570D64 (4D)
Radeon HD 8470D48 (4D)
Radeon HD 7660D96 (4D)
Radeon HD 7560D64 (4D)
Radeon HD 7540D48 (4D)
Radeon HD 7480D32 (4D)
Radeon HD 6550D80 (5D)VLIW54.1
Radeon HD 6530D64 (5D)
Radeon HD 6410D32 (5D)



Architektur

AMD benennt sowohl x86, als auch Grafikeinheiten als Computing Cores unterschiedlichen Typs. Dem Schema folgend setzt der A10-7850K also auf zwölf Computing Cores (CC), vier Steamroller CPU CCs, sowie bis zu acht GCN CCs. Alle CCs greifen über einen kohärenten Bus auf den gemeinsamen Speicher zu, was insbesondere im Bereich GPGPU und OpenCL deutliche Vorteile bieten kann. Jeder Grafik Computing Core kann dabei auf 64 Shader zurückgreifen, insgesamt kann der Vollausbau also auf 512 Grafik Recheneinheiten bauen.


Größter Kritikpunkt der Bulldozer und Piledriver Architektur war zumeist das gemeinsame Frontend, welches die Recheneinheiten mit Befehlen versorgt und zwei Kerne Ganzahl Einheiten zusammen mit einer Fließkomma Einheit zu einem Modul zusammen. Es verwundert einen somit auch kaum, dass AMD gerade hier den Hebel ansetzt und vor allem Verbesserungen beim Frontend ins Feld führt und insgesamt zehn Prozent mehr Performance pro Takt gewinnen möchte.


In den Kaveri Kombiprozessoren debütiert die im Grafikkarten Segment schon seit längerem vertretene Chiparchitektur Graphics-Core-Next (GCN) und baut damit auf die gleiche Technologie, wie sie auch bei den Grafik-Topmodellen der Radeon R9 Serie zu finden ist. Mit einher geht damit auch AMDs TrueAudio Technologie.
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