Phanteks Enthoo Primo

Seite 4: Fazit

Phanteks Einstieg in den Gehäusemarkt ist überraschend gut gelungen. Obwohl man bei Phanteks noch nicht über einen über Jahre hinweg erworbenen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, wirkt das Enthoo Primo erstaunlich ausgereift und durchdacht. Ein vergleichbares Chassis sucht man auf dem breit gefächerten Markt vergeblich.

Die Verarbeitung des Gehäuses ist tadellos und das Exterieur kann trotz der Größe des Towers als äußerst anschaulich bezeichnet werden. Besonders die Aluminium-Elemente und die Fronttür sind an dieser Stelle positiv hervorzuheben. Es ist klar, dass sich das Enthoo Primo vor allem an Enthusiasten richtet, die es als würdige Basis für ausgefeilte Highend-Systeme wahrnehmen werden. Das flexible und potente Kühlsystem hat darüber hinaus für Eindruck gesorgt.
Ob Luft oder Wassergekühlt, das Enthoo Primo macht dank der zahlreichen Lüfter- und Radiatoren-Plätze im wahrsten Sinne des Wortes „ordentlich Wind“. Features wie die integrierte PWM-Lüftersteuerung, die ausgeklügelten Staubfilter, die Montageplätze für Komponenten einer Wasserkühlung oder die LED-Beleuchtung sorgen für Punkte in der B-Note.
Dinge wie das Kabelmanagement, die bei manch einem Konkurrenzprodukt Stiefmütterlich behandelt werden, werden beim Enthoo Primo zu echten Hinguckern. Durch zahlreiche Abdeckungen, einer Vielzahl an nahezu unsichtbaren Kabeldurchführungen und dem versteckt platzierten Netzteil, haben wir selten so einen aufgeräumten Innenraum erlebt. Der Innenraum ist nicht nur ansehnlich sondern aufgrund des modularen Aufbaus auch vielseitig nutzbar. Ob man nun auf beide Festplattenkäfige zurückgreift oder doch lieber einen riesigen Radiator verbauen möchte liegt stets in der Hand des Käufers, der das Gehäuse quasi ganz nach den eigenen Bedürfnissen konfigurieren kann.

Negativ aufgefallen sind uns dagegen lediglich drei Punkte. Erstens hätten wir uns gefreut, wenn die Seitenteile aus einem etwas massiveren Material gefertigt worden wären. Zweitens sind die mitgelieferten Lüfter ungeregelt schlicht zu laut. Hier muss mit der mitgelieferten Lüftersteuerung nachgeholfen werden. Der dritte und letzte Punkt ist die fehlende Unterstützung für XL-ATX- und HTPX-Mainboards, die andere Gehäuse dieser Klasse bieten.


Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass Phanteks mit dem Enthoo Primo einen erfreulich positiven Einstand hinlegt und es bleibt zu hoffen, dass folgende Gehäuse aus dem Hause Phanteks an das Enthoo Primo anknüpfen können. Durchdacht, flexibel, groß, innovativ und leistungsstark - so kann man das Enthoo Primo in wenigen Worten zusammenfassen. Einer uneingeschränkten Kaufempfehlung (aktueller Straßenpreis knapp 230,00 Euro) steht somit nichts mehr im Wege.



positiv:
negativ:
Gute VerarbeitungsqualitätKein Platz für XL-ATX- und HTPX-Platinen
KühlkonzeptLüfter auf 12 Volt sehr laut
Zahlreiche Möglichkeiten für eine Wasserkühlung vorhandenSeitenteile etwas dünnwandig
Platzangebot im Innenraum
Flexibler Innenraum
1A Kabelmanagementsystem
Werkzeuglose Montagesysteme
Lüftersteuerung
Staubfilter
Gut ausgestattetes I/O-Panel


Verarbeitung
90%
Design
90%
Hardwareeinbau
85%
Anschlüsse
85%
Lüfter
90%
Ausstattung
95%
Silent Möglichkeiten
85%
Kühlungs Möglichkeiten
100%
Kabelverlegung
100%
Befestigungen/Verriegelungen
90%
Preis/Leistung
90%
Gesamtwertung
90.9%
Preis
229,90 Euro (Caseking)


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Bezugsquelle: Caseking

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